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Schalke-Noten: Tanaka geht den Kölnern auf die Nerven – Karius rettet erneut
Immer dort, wo es brennt: Schalkes Satoshi Tanaka stört Mikey Moore vom 1. FC Köln.© kolbert-press | kolbert-press/Martin Wdzieczny

Nach dem Spiel des FC Schalke 04 beim 1. FC Köln freuten sich die S04-Fans zwar über einen verdienten Punkt beim 0:0, aber sie wollten zunächst vor allem wissen, wie es Soufiane El-Faouzi und Robin Gosens geht, die nach rund einer halben Stunde mit ihren Köpfen zusammengerasselt waren. Die Schalker überzeugten vor allem kämpferisch. Unsere Noten.

Schalke-Torwart Karius überzeugt erneut

Loris Karius: Zweimal gefordert in der ersten Hälfte: Die Flachschüsse von Said El-Mala (16.) und Isak Johannesson (17.) wehrte er zur Seite ab. Als Marius Bülter in der 75. Minute allein vor ihm stand, war er rechtzeitig da – und parierte. Nach dem Spiel wurde er zum Man of the Match gewählt. Note: 2

Timo Becker: Da Kenan Karaman fehlte, führte er die Schalker als Kapitän aufs Feld. Ordentliche Vorstellung mit kleineren Abzügen, da er in der 75. Minute den Zweikampf gegen Bülter verlor, der frei vor Karius auftauchte. Nach Karius‘ Parade blockte er den Nachschuss von Luca Waldschmidt. Note: 3

Nikola Katic: In der ersten Halbzeit musste der Abwehrchef mit seiner Abwehr die eine oder andere Kölner Druckphase überstehen. Gute Leistung, auch vorn aktiv, vergab eine Kopfballchance (16.). Note: 2,5

Hasan Kurucay: Bestätigte seine gute Verfassung erneut. Blitzsaubere Leistung in der Innenverteidigung. Note: 2,5

Junior Dina Ebimbe: Startete schwach, vor der ersten El-Mala-Chance (16.) verlor er anfängerhaft einen Zweikampf, ein beinahe folgenschwerer Fehler. Er kämpfte sich zurück ins Spiel, hatte im späteren Verlauf gute Ballgewinne und kam zu einer Chance. Sein Schuss wurde zur Ecke gelenkt (70.). Für ein Gerangel mit El-Mala sah er Gelb (71.). Note: 3,5

Satoshi Tanaka: Er hatte seinen Dauerlauf-Partner El-Faouzi diesmal nur 43 Minuten an seiner Seite, danach lief der Japaner für zwei (insgesamt rund zwölf Kilometer) und ging den Kölnern richtig auf die Nerven. Vorn hatte er in der 79. Minute eine starke Aktion, als er an der Torauslinie mit einem feinen Trick die Kölner Abwehr narrte – sein Abschluss aber passte nicht. Note: 2

Schalke-Horror: Gosens und El-Faouzi knallen zusammen

Soufiane El-Faouzi (bis 43.): Schalke ohne den Dauerläufer? Kaum vorstellbar. Er verletzte sich nach dem Zusammenprall mit Robin Gosens am Kopf. Bis zur Verletzung sehr auffällig, hatte zwei Abschlüsse (5./22.). Bei manchem Konter war mehr drin. Sky-Experte Simon Terodde sagte: „Gegen den Ball eine Maschine, offensiv muss er sich noch weiterentwickeln.“ Note: 4

Robin Gosens (bis 43.): Gestützt von zwei Betreuern wurde er nach dem Zusammenprall mit El-Faouzi vom Platz geführt: Das waren bittere Momente! Zuvor hatte er mit einer guten Balleroberung eine El-Faouzi-Chance eingeleitet (5.), hinten stand er vor einer El-Mala-Chance schlecht – der Kölner konnte die Chance aber nicht nutzen (32.). Note: 3,5

Adil Aouchiche: Der Aufstiegsheld hatte in dieser Saison vor dem Köln-Spiel noch nicht so viele Galaszenen wie in der 2. Bundesliga. In Köln waren seine besten eine Ecke auf Nikola Katic (16.), eine maßgeschneiderte Flanke auf Junior Adamu (46.) und ein Hackentrick auf Junior Dina Ebimbe (70.). Note: 3,5

Hee-chan Hwang: Seine beste Szene wurde ihm genommen. Kurz vor der Pause hatte er bei einem Konter den Ball am Kölner Tom Krauß vorbeigespitzelt und wollte Richtung Tor sprinten – doch Krauß riss ihn um und sah Gelb. Fleißig im Spiel gegen den Ball, aber ohne Fortune, wenn die Schalker den Ball hatten Note: 4,5

Junior Adamu: Schalke wartet noch immer auf ein Stürmertor. Der ehemalige Freiburger war am nächsten dran. Kurz nach der Pause musste sich Kölns Torwart Marvin Schwäbe sehr strecken, um seinen Kopfball noch zu parieren. Note: 4

Janik Bachmann (ab 43.): Er hatte nach seiner Einwechslung viel Mühe, um ins Spiel zu finden. Mit einem katastrophalen Rückpass ermöglichte er El-Mala die beste Kölner Chance in der ersten Hälfte (45.+7). Note: 4

Vitalie Becker (ab 43.): Belebendes Element auf der linken Seite. Auch wenn er nicht alles richtig machte: Seine Dynamik tat Schalke gut und brachte in der 68. Minute eine Ecke. Kurz vor dem Ende handelte er sich wegen Zeitverzögerung eine Gelbe Karte ein. Note: 3

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