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(Motorsport-Total.com) - Das Duell zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc in der ersten Runde von Mexiko bringt Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur in Erklärungsnot. Dabei betont der 58-Jährige: "Wenn du in Kurve 4 auf Platz eins und zwei liegst, dann kannst du dir nicht vorstellen, dass das Rennen verloren geht."
Frederic Vasseur zeigt sich vom Ergebnis in Mexiko alles andere als begeistert Zoom
Besonders frustrierend aus der Sicht des Teamchefs? Laut Vasseur hat Ferrari in den letzten Wochen wichtige Fortschritte in puncto Performance gemacht. Umso ärgerlicher ist es, dass am Ende Max Verstappen den Sieg einfahren konnte und nicht einer seiner Fahrer.
"Für mich ist das enorm frustrierend", so Vasseur, "aber ich bin hier nicht der Wichtigste. Es geht um die Frustration von rund 2.000 Menschen, die an diesem Projekt arbeiten. Und das zu verarbeiten wird ein wenig dauern."
Hamilton und Leclerc sind nach dem Start in Kurve 4 aneinandergeraten. Während der Monegasse versuchte, sich außen am siebenmaligen Weltmeister vorbeizuschieben, wollte eben dieser nicht nachgeben und verteidigte seine Führung auf der Innenbahn.
Das Ergebnis? Beide gerieten von der Strecke, wobei Leclerc die darauf folgende Kurve komplett abkürzte und sich die Führung sichern konnte. Durch das Duell verlor Hamilton Schwung und wurde kurz darauf von Verstappen überholt.
Leclerc handelte sich durch sein Manöver eine Zeitstrafe von fünf Sekunden ein, die er bei seinem ersten Boxenstopp absitzen musste. Genug Zeit für Verstappen, um zeitgleich am Ferrari vorbeizuziehen und sich die Führung im Grand Prix zu sichern.
Ein spezielles Briefing rund um Rad-an-Rad-Duelle hatte es vor dem Rennen zwischen den Ferrari-Fahrern laut Vasseur nicht gegeben. Auf die Frage, ob Vasseur beide Fahrer als "schuldig" ansieht, lautet seine Antwort nach der Session: "Das habe ich mit den beiden noch nicht besprochen. Lasst mich das erst mit den beiden klären."
Auch auf die wütenden Funksprüche von Hamilton möchte Vasseur nach dem Rennen nicht eingehen. Der siebenmalige Weltmeister hatte am Funk angedeutet, dass es hinter den Kulissen ziemlich viel zu besprechen geben würde.
Eine weitere Nachfrage zur Verantwortung beider Piloten schmettert Vasseur ebenso vehement ab und betont: "Ich werde diese Situation nicht weiter kommentieren. Lasst mich das mit den beiden besprechen. Ich habe gesagt, was ich sagen muss."
Zumindest betonen Vasseur und Leclerc, dass Mexiko für solche Szenen prädestiniert zu sein scheint. Nicht ohne Grund erklärte der Monegasse seinerseits nach dem Grand Prix: "Die beste Lösung wäre, wenn wir auf Strecken fahren würden, wo du sowas gar nicht erst machen kannst."