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durch, während der siebenmalige Weltmeister seine Formel-1-Karriere beendete – mit einer famosen Fahrt, die allen Fans in Erinnerung blieb. Tatsächlich bestanden kaum Zweifel daran, dass Alonso an diesem Tag seinen zweiten WM-Titel holen würde.
Denn Schumachers Motorschaden und sein Aus in Führung liegender Position beim Rennen in Suzuka hatten aus einem möglichen Vorsprung von zwei Punkten einen Rückstand von zehn Punkten gemacht. Der Ferrari-Fahrer musste in Interlagos also gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass sein Rivale ohne Punkte blieb. Dieses Vorhaben erlitt bereits im Qualifying einen herben Rückschlag, als Schumacher in Q3 ein Problem mit dem Kraftstoffdruck bekam. Deshalb stand er nur auf Startplatz zehn, während Alonso von Position vier ins Rennen ging. 22.
Oktober 2006: Michael Schumacher vor seinem letzten Rennen als Ferrari-Pilot mit Fernando Alonso, Weltmeister 2005 und 2006„Ich weiß nicht, was wir machen können“, sagte Schumacher nach dem Qualifying.
„Ich weiß nicht, wie sich das Rennen entwickeln wird. Es ist schwierig, etwas vorherzusagen, aber ich werde mein Bestes geben. Von Platz zehn aus ist es natürlich viel schwieriger, aber ich werde es selbstverständlich versuchen.
“ Schon in der ersten Runde verbesserte er sich von Platz zehn auf sieben. Anschließend überholte er seinen ehemaligen Teamkollegen Rubens Barrichello und ging in Runde acht außen an Giancarlo Fisichella vorbei auf Rang fünf. Damit lag Schumacher bereits direkt hinter seinem WM-Rivalen. Doch eine minimale Berührung mit Fisichellas Renault verursachte einen Reifenschaden hinten links.
Schumacher musste einen Boxenstopp einlegen, fiel auf Platz 20 zurück und lag 69 Sekunden hinter seinem führenden Teamkollegen Felipe Massa. Sein Rückstand auf Alonso betrug exakt eine Minute. In Runde 27 hatte er das Ende des Feldes wieder eingeholt. Nacheinander überholte er Tiago Monteiro, Robert Doornbos, Nick Heidfeld und Robert Kubica.
Dank der unterschiedlichen Boxenstoppstrategien und einiger Ausfälle lag er vor seinem zweiten Boxenstopp bereits wieder auf Rang fünf. Nach dem Stopp kehrte Schumacher als Siebter auf die Strecke zurück, überholte erneut Barrichello und setzte Fisichella so stark unter Druck, dass dieser sich in Kurve 1 verbremste. Damit übernahm Schumacher in Runde 63 den fünften Platz.
Massa lag nach seiner souveränen Vorstellung beim Heimrennen noch immer 33 Sekunden vor Schumacher, doch der zweitplatzierte Alonso war für den aufholenden Ferrari-Fahrer nur noch acht Sekunden entfernt. Die fatale Berührung: Giancarlo Fisichella schlitzt Michael Schumacher den linken Hinterreifen aufFür einen Podestplatz gingen Schumacher schließlich die Runden aus. Dennoch gelang ihm in der drittletzten Runde noch ein entschlossener Angriff gegen McLaren-Fahrer Kimi Räikkönen, durch den er sich Platz vier sicherte.
Alonso machte unterdessen den Gewinn der Weltmeisterschaft perfekt.
„Das Rennen war chaotisch. Ich glaube, das ist das richtige Wort“, sagte Schumacher.
„Wir hatten wirklich ein hervorragendes Auto. Von der reinen Geschwindigkeit her hätten wir alle überrunden können. Deshalb muss ich sagen: Was die Performance des Autos angeht, war es der perfekte Abschluss der Saison. Für mich persönlich ist es allerdings nicht gut gelaufen.
“ Alonso wiederum sprach von einer „fantastischen Art“, seine Zeit bei Renault zu beenden. Vor seinem lange erwarteten Wechsel zu McLaren zur Saison 2007 bezeichnete er das Team als „meine Familie in der Formel 1“.
„Ich werde diese Erinnerungen an sie mein ganzes Leben lang behalten. Das letzte Rennen auf diese Weise zu beenden, ist etwas, wovon man niemals träumt. Man versucht nicht einmal, davon zu träumen, weil es immer mehr ist, als man erwartet hat“, sagte Alonso, der sogleich sinnierte: „Mit drei Titeln zurückzutreten und das zu erreichen, was Ayrton Senna erreicht hat, wäre das Ziel meiner Karriere.
“An den Rücktritt vom Rücktritt denkt Schumacher damals noch nicht Schumacher blickte derweil auf seine glanzvolle Karriere zurück. Einen Monat zuvor hatte er in Monza seinen Rücktritt angekündigt. Ferrari hatte Räikkönen für 2007 verpflichtet. Wäre Schumacher geblieben, hätte dies den Platz des jungen Massa gekostet.
Deshalb entschied sich Schumacher dagegen. Doch bestand die Möglichkeit, dass er irgendwann doch noch einmal zurückkehren würde?
„Die Formel 1 verändert sich ständig“, antwortete der damals 37-Jährige. „Die Technik, die Motoren, die Regeln, die Strecken. Wenn man einmal raus ist, ist man raus.
“ Letztlich erwies sich der Reiz des Wettbewerbs jedoch als zu groß: Schumacher kehrte 2010 mit Mercedes für drei weitere Jahre in die Formel 1 zurück. , und erzielte nur einen Podestplatz. Bei seinem letzten Auftritt in Monaco fuhr er allerdings die schnellste Zeit im Qualifying, konnte wegen einer Startplatzstrafe aber nicht von der Poleposition starten.
Doch in Schumachers Umfeld überwog bei seinem ersten Rücktritt auch ein anderes Gefühl: Erleichterung.seine Frau Corinna Schumacher : „Dass wir alle gesund nach Hause fahren, dass in all den Jahren nichts passiert ist und dass wir mit nur einem gebrochenen Bein davongekommen sind.
“ Eine Anspielung auf Silverstone 1999 und Schumachers schwersten Crash im Formel-1-Auto. Während der siebenmalige Weltmeister seine Rennfahrerkarriere weitgehend unversehrt überstand, wurde er im Dezember 2013 bei einem Skiunfall schwer verletzt. Seitdem ist Schumacher nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten.
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