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Gregor Kobel: Ein starker Auftritt der Nummer eins von Borussia Dortmund. Verhinderte im Eins-gegen-eins-Duell mit Saibari den Rückstand (24.) und hielt auch Laimers ersten Versuch stark – nur beim Nachschuss war er machtlos (38.). Auch mit Ball am Fuß machte er eine ordentliche Figur gegen das Bayern-Pressing. Auch gegen das zweite Bayern-Tor konnte er wenig ausrichten.
Note: 2,0
Joane Gadou (bis 87.): Der 19-Jährige war diesmal als Rechtsverteidiger gefordert, was er gut löste. Von Gnabry und Davis ging über seine Seite wenig Gefahr aus. Wird immer besser im Passspiel, stark im Zweikampf ist er ja sowieso. Einziges, aber auch sehr schwerwiegendes Manko: Vor dem zweiten Bayern-Tor stand er zu weit weg von Kane, der so ungestört per Kopf für Upamecano auflegen konnte.
Note: 3,0
Waldemar Anton: Ein Auftritt mit Licht und Schatten, den der Abwehrchef hinlegte. Einerseits schaffte er es im Zusammenspiel mit Schlotterbeck, den Top‑Top‑Topstürmer Kane weitgehend aus dem Spiel zu nehmen, zumindest im und am Strafraum. Andererseits waren da auch einige unsaubere Pässe – und er ließ Saibari vor dessen Großchance laufen.
Note: 3,0
Nico Schlotterbeck: Einige starke Aktionen in der Vorwärtsverteidigung, richtig gut außerdem im Spielaufbau. Aber: Beim zweiten Bayern-Tor stand er zwar irgendwie in der Nähe des Torschützen Upamecano, aber nicht nah genug, um ihn noch zu stören.
Note: 2,5
Daniel Svensson: Der Schwede hatte die undankbare Aufgabe, den Top-Top-Top-Außenspieler Olise stoppen zu müssen. Das machte er tatsächlich ziemlich gut. Frei von Fehlern aber war auch er nicht: Vor der Saibari-Großchance hob er zu tief stehend das Abseits auf, vor dem ersten Gegentor rutschte er unglücklich weg – trug aber nicht die Hauptverantwortung für den Gegentreffer. Insgesamt auch mit zu wenig Inspiration nach vorne.
Note: 3,0
Joy Veerman: Wichtig als Ruhepol bei eigenem Ballbesitz, wenn es für den BVB galt, mal durchzuschnaufen. Konzentrierte sich weitgehend auf die einfachen Dinge und dadurch meist sicher am Ball. Vertändelte die Kugel im eigenen Strafraum aber, weil er nicht gedankenschnell genug war. Da zeigte sich, dass er Probleme bekommen kann, wenn er richtig aggressiv unter Druck gesetzt wird.
Note: 3,0
Maximilian Beier (bis 67.): Musste wieder als Außenspieler ran, obwohl er sich als Stürmer doch wohler fühlt. Gefiel zwar mit großem Einsatz, war aber schludrig mit dem Ball und auch nicht gut in der Defensive: 22 Prozent gewonnene Zweikämpfe sprechen eine deutliche Sprache.
Note: 4,0
Felix Nmecha (bis 76.): Der Mittelfeldspieler ist immer noch auf der Suche nach seiner Form. Er hatte zwar auch gute Szenen. Aber er leitete mit einem halbgaren Querpass in der eigenen Hälfte das 0:1 ein und er verursachte einen Handelfmeter, der die Partie zugunsten der Bayern hätte enstcheiden können.
Note: 4,5
Jude Bellingham (bis 87.): Wurde anfangs einmal von Davies übel eingedreht, danach aber wurde es ein guter Auftritt des Engländers. Immer anspielbar, immer aktiv, immer mit Drang nach vorne. Das wesentliche Manko: Er nutzte seine Chancen nicht. Und als er doch traf, machte Chukwuemeka das zunichte.
Note: 2,0
Carney Chukwuemeka (bis 67.): Trainer Kovac schätzt den Mittelfeldspieler, weil er in seinen Aktionen immer sofort geradlinig nach vorne orientiert ist. Verkörperte damit den Mut, den es gegen die Münchener braucht. Hatte Pech, dass er im Abseits stehend Bayern-Torhüter Urbig behinderte, weshalb das vermeintliche 1:0 des BVB nicht zählte. Kein überragender, aber ein sehr ordentlicher Auftritt.
Note: 2,5
Serhou Guirassy: Über weite Strecken war dieses Spiel kein Vergnügen für ihn, weil er stets die Abwehrkanten Upamecano und Kim im Nacken hatte und dazu kaum verwertbare Anspiele in gefährlichen Zonen bekam. Wie gut er diese zu verwerten versteht, bewies er nach einer Stunde, als er sich mit einer Ballannahme den nötigen Platz verschaffte und den Ball humorlos im kurzen Eck versenkte. Insgesamt aber war es kein Mittelstürmerspiel.
Note: 3,0
Marcel Sabitzer, Konstantinos Karetsas (beide ab 67.), Fabio Silva (ab 76.), Julian Ryerson und Samuele Inacio (beide ab 87.) bleiben wegen zu geringer Spielzeit ohne Note.