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Ballon-d’Or-Boss enthüllt: PSG-Fehler half Kane beim Triumph
Harry Kane
Harry Kane

Harry Kane hat sich beim Ballon d’Or 2026 gegen die versammelte Weltelite durchgesetzt. Der Stürmer des FC Bayern gewann den Goldenen Ball hauchdünn vor Kylian Mbappé und Lamine Yamal.

Nun hat Vincent Garcia, Chefredakteur von „France Football“, interessante Einblicke in die Wahl gegeben. Dabei kritisierte er insbesondere die Strategie von Paris Saint-Germain.

Obwohl PSG in der vergangenen Saison erneut die Champions League gewann, schaffte es kein Spieler des französischen Spitzenklubs unter die besten fünf der Ballon-d’Or-Wahl. Khvicha Kvaratskhelia landete auf dem sechsten Platz, Vorjahressieger Ousmane Dembélé wurde Siebter, Fabián Ruiz komplettierte das Pariser Trio als Zehnter.

Ballon-d’Or-Chef kritisiert PSG-Strategie: „Erst drei Spieler gepusht, dann nur noch zwei“

Für Garcia hängt das vergleichsweise schwache Abschneiden auch mit der Kommunikation des Vereins im Vorfeld der Abstimmung zusammen. Im Gespräch mit der „L’Équipe“ erklärte Garcia, dass PSG aus seiner Sicht keine klare Linie verfolgt habe. „Ich denke, dass die PSG-Kommunikation nicht ganz eindeutig war. Sie haben erst ihre drei Spieler gepusht, dann nur noch zwei.“

Alexia Putellas und Harry Kane küssen ihren Ballon d'Or
Alexia Putellas und Harry Kane küssen ihren Ballon d'Or

Aus seiner Sicht wäre es sinnvoller gewesen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf einen einzigen Kandidaten zu konzentrieren. „Es ist nicht mein Job, denn ich mache kein Marketing, aber sie hätten besser einen einzigen Spieler hervorgehoben. Ich hätte auf einen Spieler gesetzt – und das wäre der Ballon-d’Or-Sieger Ousmane Dembele gewesen“, erklärte Garcia.

Der Franzose vermutet, dass sich die PSG-Spieler bei der Abstimmung gegenseitig Stimmen weggenommen haben könnten. Ob eine andere Strategie tatsächlich zu einem besseren Ergebnis geführt hätte, lässt sich allerdings nicht belegen.

Mbappé mit starker Kampagne – Kane gewinnt trotzdem

Während Garcia die Vorgehensweise von PSG kritisch bewertete, fand er für Real Madrid und Kylian Mbappé ausdrücklich lobende Worte. „Ich glaube, dass Mbappé eine richtig gute Kampagne gemacht hat. Denn er hat gute Argumente geliefert und seine Botschaft auch gut vermittelt an die Leute – auch an die, die abstimmen durften“, betonte der Chefredakteur.

Kylian Mbappé
Kylian Mbappé

Am Ende reichte allerdings auch diese Kampagne nicht aus, um Kane zu verdrängen. Der Bayern-Stürmer hatte im Vorfeld der Verleihung bewusst auf einen offensiven Wahlkampf verzichtet und stattdessen seine sportlichen Leistungen für sich sprechen lassen.

Mit zahlreichen Toren und dem Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal sammelte der 33-Jährige genügend Argumente, um sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen.

Kane und Mbappé trennten am Ende nur wenige Punkte

Wie knapp das Rennen tatsächlich war, hatte Garcia bereits zuvor angedeutet. Demnach fiel der Punkteabstand zwischen Kane und Mbappé sogar geringer aus als die 41 Zähler, die Rodri und Vinicius Junior bei der Wahl 2024 trennten.

Die genauen Ergebnisse und das individuelle Abstimmungsverhalten der Juroren sollen am kommenden Samstag mit der nächsten Ausgabe von France Football veröffentlicht werden. Dann wird sich zeigen, wie knapp Kanes historischer Ballon-d’Or-Triumph tatsächlich ausgefallen ist.

Von Vjekoslav Keskic

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