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Nächste Gala, nächste weiße Weste: Die BVB-Frauen lassen auch Recklinghausen keine Chance – und Alex Popp trifft in besonderer Position.
Recklinghausen – Die BVB-Frauen bleiben ihrer Linie treu und bleiben ohne Punktverlust und ohne Gegentor. Beim vorgezogenen Spiel gegen den 1. FFC Recklinghausen, Tabellenfünfter, gewann das Team von Dortmund-Trainer Markus Högner mit 5:0.
Gespielt wurde auf dem Kunstrasen im Walter-Nilius-Sportpark in Oer-Erkenschwick. Ramona Maier und Annika Enderle saßen zunächst auf der Bank. Beim 11:0 gegen Rhenania Bottrop hatten sie sich noch zuletzt in die Torschützinnenliste eingetragen.
Bis zum ersten Tor musste niemand lange warten: Bereits in der fünften Minute brachte Alexandra Popp die Borussinnen in Führung. In der 19. Minute legte Ronja Leubner zum 2:0 nach. Mit diesem Vorsprung ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel ließ der BVB keine Zweifel mehr aufkommen. Innerhalb von drei Minuten erhöhten Popp (50.) und Jenske Steenwijk (53.) auf 4:0. In der 63. Minute fiel durch Popp das 5:0.
Der Sieg hätte noch höher ausfallen können: In der 81. Minute hatte die eingewechselte Enderle die Chance auf den nächsten Treffer, ihr Abschluss ging jedoch über das Tor. Außerdem wurde die ebenfalls eingewechselte Ramona Maier an der am Trikot Strafraumkante gezogen. Es gab aber nur Freistoß.
Högner erklärte nach dem Abpfiff: „Ich bin sehr zufrieden, weil wir von Anfang an sehr fokussiert in diese Partie gegangen sind.“ Recklinghausen habe auf ein 5-4-1 umgestellt und tief im Block verteidigt. Sein Team sei trotzdem ruhig geblieben (mehr zu den BVB-Frauen bei RUHR24).
Der Plan: den Gegner mit Seitenverlagerungen locken und im richtigen Moment vertikal in die Tiefe spielen. „So sind dann auch tatsächlich die Tore entstanden“, erklärte der BVB-Trainer. Er lobte das Gegenpressing und die Restverteidigung seiner Mannschaft. Der FFC sei zu keiner einzigen Torchance gekommen.
Einen großen Anteil am Erfolg hatte eine taktische Änderung: Högner zog Popp ganz nach vorne. Sie lief in ihrer alten Position als Stürmerin auf, bei Borussia Dortmund lief sie meist im offensiven Mittelfeld auf. „Alex brauchten wir heute in der Box, weil wir wussten, dass der Gegner tief steht“, so der Coach. Vor allem Melli Schuster habe aus dem Halbfeld Flanken an den zweiten Pfosten geschlagen. Dort habe Popp die Kopfballduelle gewonnen und selbst getroffen oder Abpraller vorbereitet.
In der Pause habe er seine Spielerinnen noch einmal auf Chipbälle hinter die gegnerische Abwehr hingewiesen. Das habe vor allem Sara Ito umgesetzt, die „sehr gut temperierte Bälle hinter die Kette von Recklinghausen gelegt hat“, sagte Högner.
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Für den FFC war es bereits die zweite deutliche Pleite gegen Dortmund in dieser Saison. Im Westfalenpokal hatte der BVB Recklinghausen am 9. September vor 1.845 Fans im Stadion Rote Erde mit 6:0 besiegt. Dabei war der FFC stark in die Liga gestartet und hatte nach drei Spieltagen sogar die Tabelle angeführt.
Mit dem Sieg reihen sich die Frauen in ein erfolgreiches BVB-Wochenende ein: Auch die U17 und U19 waren erfolgreich. Die Profis holten außerdem einen Punkt in München. Das Team von Markus Högner hat nun 33 Punkte nach elf Spielen und ein Torverhältnis von 53:0 auf dem Konto. Ihr Vorsprung auf die Verfolger Schalke und Leverkusen beträgt aktuell 11 Punkte bei einem Spiel weniger. Weiter geht es für die BVB-Frauen am Sonntag (8. November) gegen SC Fortuna Köln.