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«Seit meinem 18. Geburtstag wünsche ich mir Gesundheit», erzählt Ariana Geerlings im Gespräch mit dem Tennisportal «Punto de Break». Ein ungewöhnlicher Geburtstagswunsch für eine 21-Jährige. Doch die Spanierin weiss nur zu gut, wie schnell eine Sportkarriere ins Wanken geraten kann: Gleich zweimal reisst sie sich das Kreuzband.
2021 erwischt es die damals 15-Jährige mitten in einem Match am linken Knie. Nur vier Jahre später folgt der nächste Rückschlag: Geerlings rutscht auf dem Platz aus und stürzt. «Ich fing an zu weinen», erinnert sie sich. Schon im ersten Moment ahnte sie, dass auch im rechten Knie das Kreuzband gerissen ist.
Beim Arzt bestätigt sich ihre Befürchtung und sie muss erneut operiert werden. Erneut wartet eine lange Rehabilitation. «Das zweite Mal war es härter, weil man bereits weiss, was alles auf einen zukommt», sagt sie. Die Rückkehr fordert sie auch mental. Beispielsweise, als sie sich anfangs nicht mehr traut, kurzen Stoppbällen hinterherzulaufen. Unterstützung holt sie sich in dieser Zeit unter anderem bei einer Sportpsychologin.
Erst im letzten Juli kehrt Geerlings nach rund einem Jahr Pause auf die Tour zurück. Was danach folgt, ist bemerkenswert: In neun Turnieren erreicht sie fünfmal den Final und gewinnt vier Titel. Den grössten Coup landet sie am Sonntag auf Mallorca. Beim WTA-125-Turnier schlägt sie die Tschechin Laura Samson im Final mit 6:2, 6:2 und holt ihren ersten Titel auf dieser Stufe – ohne im gesamten Turnier einen Satz abzugeben.
Damit klettert Geerlings in der Weltrangliste auf Platz 301. Die Rangierung ist für sie allerdings zweitrangig. «Das Schönste ist, gesund zu sein und Wettkämpfe bestreiten zu können. Das ist die grösste Belohnung», sagt sie. Ihren grossen Traum hat sie trotz der Rückschläge nicht aufgegeben: Eines Tages will sie die Weltrangliste anführen und Grand-Slam-Turniere gewinnen.
Wie beeindruckt bist du vom Comeback von Ariana Geerlings nach zwei Kreuzbandrissen?
Sehr, ein solcher Weg zurück ist enorm stark.
Eher schon, ihre Leistung nach so vielen Rückschlägen ist bemerkenswert.
Gemischt, der sportliche Erfolg zählt für mich mehr als die Geschichte dahinter.
Eher wenig, im Spitzensport gehören Verletzungen leider dazu.
Gar nicht, ich habe keinen Bezug zu Tennis oder ihrer Geschichte.
Céline Eicher (eic), Jahrgang 1996, arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Sport.