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WEC-Finale in Monza 2026: Manthey mischt mit! Diese WM-Titel werden noch vergeben
Manthey-Porsche hofft auf den dritten WEC-Titel in Folge, Foto: IMAGO/PsnewZ

Toyota steht bereits als Marken-Weltmeister fest, doch beim Saisonfinale der WEC in Monza (06.-08. November 2026) stehen noch einige Titel auf dem Spiel. Der Autobauer aus Japan kann das achte Rennen des Jahres, welches das eigentliche Finale in Bahrain ersetzt, völlig entspannt in Angriff nehmen. Geklärt werden muss nur die Frage, welche der beiden Toyota-Crews sich den Fahrer-WM-Titel schnappt.

Der Toyota TR010 Hybrid mit der Startnummer #8 reist als klarer Favorit nach Monza: Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa nach seinem Formel-1-Debüt führen die WEC-Tabelle mit 17 Punkten Vorsprung an. Das Trio hat zuletzt mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen in Fuji und Barcelona die Führung übernommen und 114 Punkte auf dem Konto. Das #7 Schwesterauto um Kamui Kobayashi, Mike Conway und Nyck de Vries ist mit 97 Zählern der letzte verbliebene Titelkonkurrent.

WEC-Tabelle 2026 nach 7/8 Rennen (Hersteller)

Platz Hersteller Punkte
1 Toyota 212
2 BMW 154
3 Ferrari 130
4 Cadillac 118
5 Alpine 104
6 Aston Martin 58
7 Peugeot 24
8 Genesis 14

BMW nach Pleiteserie raus aus dem WEC-Titelrennen

26 Punkte - 25 für den Rennsieg, 1 für die Pole Position - werden beim Rennwochenende in Italien noch vergeben. Die beiden BMW-Teams auf den Gesamtplätzen drei und vier - die #15 mit Kevin Magnussen und Raffaele Marciello sowie die #20 um Rene Rast und Robin Frijns - haben mit je 75 Punkten rechnerisch keine Chancen mehr auf den Titelgewinn.

Die früheren DTM-Piloten Rast und Frijns führten die Meisterschaft nach den ersten vier Rennen an, doch dann ging es steil bergab: In Austin, Fuji und zuletzt in Barcelona holte der #20 BMW M Hybrid mit Rast/Frijns/Sheldon van der Linde keinen einzigen Punkt mehr. BMW fiel ebenso in der Hersteller-Wertung hinter Toyota zurück auf den zweiten Platz, inzwischen ist der Rückstand auf unerreichbare 58 Zähler angewachsen. Ferrari kann sich bei seinem Heimspiel Chancen ausrechnen, die Konkurrenz aus München auf den dritten Platz zu verweisen.

WEC-Tabelle 2026 nach 7/8 Rennen (Fahrer - Top-8)

Platz Fahrer Hersteller Punkte
1 Sebastien Buemi, Brendon Hartley, Ryo Hirakawa Toyota 114
2 Mike Conway, Kamui Kobayashi, Nyck de Vries Toyota 97
3 Raffaele Marciello, Kevin Magnussen BMW 75
4 Rene Rast, Robin Frijns BMW 75
5 Dries Vanthoor BMW 69
6 Antonio Fuoco, Miguel Molina, Nicklas Nielsen Ferrari 69
7 Sheldon van der Linde BMW 65
8 Alessandro Pier Guidi, Antonio Giovinazzi, James Calado Ferrari 59

Welche Toyota-Crew holt in Monza die Weltmeisterschaft?

Weil der Zweite aber sowieso der erste Verlierer ist im Motorsport, richten wir den Blick auf den offenen Kampf um die Fahrer-Krone. Buemi in seinem 101. WEC-Rennen und Hartley greifen nach ihrem jeweils fünften Titelgewinn in der Langstrecken-WM, während ihr Teamkollege Hirakawa bislang zwei Meisterschaften in den Jahren 2022 und 2023 gewinnen konnte. Der frühere Formel-1-Fahrer Hartley holte je zwei WM-Titel mit Porsche (2015, 2017) und Toyota (2022, 2023), während Buemi (2014, 2018/19, 2022, 2023) stets mit den Japanern siegte.

WEC-Rennen in Barcelona
Toyota macht den Fahrer-Titel in der WEC unter sich aus, Foto: IMAGO/PsnewZ

Auf der anderen Seite der Garage haben Kobayashi, Conway und de Vries mit dem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans ohnehin den wichtigsten Erfolg des Jahres gefeiert, aber gegen einen Fahrer-Titel hätte das Trio sicherlich nichts einzuwenden. Vor allem nicht der zweimalige WEC-Weltmeister Conway, der seine Rennfahrer-Karriere nach dem Saisonende beenden wird. Kobayashi hat ebenfalls zwei Titel auf dem Konto, während es für de Vries der erste wäre.

Vorteil Nummer-7-Crew: Conway und Kobayashi siegten bereits 2021 im 'Königlichen Park' sowie beim bis dato letzten Monza-Gastspiel der WEC im Jahr 2023. Diesmal könnte sich das Unterfangen schwieriger gestalten. Toyota gewann zwar durchgängig alle acht Saisonfinals seit 2017, müsste nach den jüngsten Erfolgen aber ordentlich durch die weiterhin geheime Balance of Performance eingebremst werden. Ferrari kann bei seinem Heimspiel hingegen auf eine bessere BoP-Einstufung hoffen.

LMGT3-Klasse: Schafft Manthey-Porsche noch den Titel-Hattrick?

In der LMGT3-Kategorie hofft Manthey-Porsche auf seinen dritten Titelgewinn in Folge. Dafür bräuchte es allerdings eine Extraportion Glück. Der Rückstand der #92 Crew um Richard Lietz, Riccardo Pera und Yasser Shahin auf Corvette-Spitzenreiter Jonny Edgar beträgt 18 Punkte. Der 22-jährige Brite führt die Tabelle alleinig an, weil seines TF-Sport-Teamkollegen Nicky Catsburg und Ben Keating nicht alle Rennen bestritten haben.

Edgar und Co. zehren weiterhin von ihrem Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans, der 50 Punkte und damit doppelt so viele wie ein Sieg bei einem 6-Stunden-Rennen brachte. Manthey verpasste hingegen den Le-Mans-Hattrick, schlug zuletzt aber mit einem Triumph in Barcelona zurück. Der Österreicher Lietz bestreitet am kommenden Wochenende sein 100. WEC-Rennen, eine Marke, die bisher nur Toyota-Star Buemi erreicht hat.

Die zweite TF-Sport-Corvette (Eastwood/Dempsey/Yoluc) und der #69 WRT-BMW (Harper/Thompson/McIntosh) haben in Monza angesichts deutlicher Rückstände nur noch theoretische Titelaussichten.

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