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Die Kassel Huskies haben in der DEL2 nach einem enttäuschenden Auftritt gegen Weiden die höchste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Die Nordhessen verloren gegen das Team aus dem Tabellenkeller 1:5.
Kassel – Bitterer Freitagabend für die Kassel Huskies. In der Probonio Arena musste der nordhessische Eishockey-Zweitligist gegen die Blue Devils Weiden die zweite Heimniederlage innerhalb von sechs Tagen hinnehmen. Und diese fiel gegen den bis dahin Drittletzten der Tabelle nach einem äußerst enttäuschenden Auftritt mit 1:5 (1:1, 0:1, 0:3) überraschend deutlich aus.
Die Personalsituation bei den Huskies hatte sich zum Heimspiel gegen Weiden etwas entspannt. Mit Tristan Keck, Daniil Afonin, Johannes Huß und Philipp Maurer waren vier Akteure, die bei der 2:4-Niederlage gegen Landshut noch fehlten, zurück im Aufgebot. Maurer war der Ersatzmann von Leon Willerscheid, der erneut im Tor stand.
Das Ziel für die Huskies vor 4009 Zuschauern war klar: Nach zuletzt sieben Spielen, in denen es fünf Siege nach Verlängerung oder Penaltyschießen und zwei Niederlagen gab, sollte es endlich wieder mit einem Erfolg mit drei Punkten klappen. Die Huskies machten direkt Druck, kamen in der ersten Minute zu den ersten Abschlüssen und waren in der zweiten Minute in Überzahl. Das nutzten die Gastgeber aus. Im Powerplay wurde Jimmy Martinovic an der Blauen Linie nicht angegriffen. Er zog ab und Laurin Braun fälschte den Puck unhaltbar für Torwart Kristian Hufsky ab. Oben links schlug es zum 1:0 (3. Minute) ein.
Ein perfekter Start für die Hausherren, die es verpassten, durch den Abschluss von Keck und den Nachschuss von Michael Bartuli (9.) nachzulegen. Die Huskies hatten im ersten Drittel weitere gute Chancen: Erst legte Darren Mieszkowski nach tollem Alleingang quer, aber Garlent traf die Scheibe nicht richtig (14.). Dann war Garlent auf und davon, umkurvte Hufsky, aber bekam den Puck aus spitzem Winkel nicht ins Tor (18.).
Die Weidener wurden stärker, auch weil die Kasseler sie durch Fehler einluden. In der 13. Minute war es noch gut gegangen, als Yuma Grimm die Scheibe eroberte, aber sein Schuss abgeblockt wurde. In der 19. Minute bestraften die Gäste allerdings einen Kasseler Fehler eiskalt. Chris Wilkie spielte im Angriffsdrittel einen Pass zu lässig, Maxim Golod schnappte sich den Puck und passte zu Charlie Jahnke. Der Weidener scheiterte erst an Willerscheid, schob dann im Nachschuss aus spitzem Winkel aber zum 1:1 ein.
Im zweiten Abschnitt schafften es die Huskies zunächst, sich zu steigern. Sie waren nun präsenter in den Zweikämpfen. So wie Leonhard Korus, der den Puck im Mitteldrittel gewann. Danach schoss Afonin aus spitzem Winkel, aber Hufsky parierte (24.). Genauso wie den Schuss von Braun, als die Huskies in Überzahl spielten (27.). Kurz darauf war Hufsky beim Schuss von Matt White schon geschlagen, aber Alex-Olivier Voyer schmiss sich in den Puck (30.).
Plötzlich kam allerdings Weiden wieder auf. Willerscheid musste innerhalb weniger Sekunden drei Schüsse parieren. Und dann jubelten tatsächlich wieder die Gäste. Erneut war es Jahnke, der traf. Einen Distanzschuss von Voyer parierte Willerscheid, dann reagierte Jahnke am schnellsten und staubte zum 2:1 (31.) ab.
Von Jahnkes Doppelpack zeigten sich die Huskies beeindruckt. Es fehlte nun die Leichtigkeit der Minuten zuvor. Dennoch hatten die Kasseler den Ausgleich noch zweimal auf dem Schläger. Aber die Großchancen von Keck und Wilkie parierte Hufsky.
Im letzten Drittel mussten sich die Huskies steigern, bekamen jedoch schnell den nächsten Nackenschlag. Bei einem Weidener Angriff legte Tyler Gron quer und Jordan Knackstedt schob zum 3:1 (43.) ein. Von den Rängen gab es Pfiffe. Die Gäste hatten sogar die Chance auf das vierte Tor, aber Willerscheid parierte bei einem Konter gegen Jahnke stark. Auf der anderen Seite scheiterte Mieszkowski (43.) an Hufsky. Die Huskies riskierten mehr, allerdings lief bei ihnen nicht mehr viel zusammen. Willerscheid parierte bei einem weiteren Konter gegen Gron. Kurz darauf fiel dann doch das 4:1 (48.) für die Gäste. Jahnkes Schuss hielt Willerscheid noch, dann staubte aber Michael Regush ab. Das war die frühe Entscheidung. Die Huskies trafen auch bei zwei Überzahlsituationen nicht mehr. Als die Kasseler den Torwart in den letzten zwei Minuten rausnahmen, traf Gron für die Gäste noch zum 5:1 (60.) ins leere Tor. (Manuel Kopp)