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RB Leipzig verkauft sich im Madrider Bernabéu -Stadion über weite Strecken besser, als es das Endergebnis von 1:4 vermuten lässt. Real kann trotzdem ein paar Kräfte für den Clásico sparen.
, unterschiedliche Empfindungen hervor. Es ist das Stadion, in dem er mit dem FC Bayern München 2010 das Champions-League-Finale gegen Inter Mailand verlor. Es ist aber auch das Stadion, in dem sein Herzensklub, CA River Plate, im November 2018 gegen den Erzrivalen Boca Juniors – wie River in Buenos Aires beheimatet – die Copa Libertadores gewann.
Und seit dem Mittwoch ist es auch der Ort, an dem RB nach der fürchterlich peinlichen 1:6-Niederlage vom Wochenende beim FC Bayern München lange Zeit ein seriöses Bild abgab, ehe es in der Schlussphase doch mit 1:4 unter die Räder kam. Zur Halbzeit hatte sich noch ein Bild geboten, das nichts mit dem hohen Schlussergebnis zu tun hatte.
Leipzig hatte es sogar geschafft, auf den nahezu ganz besetzten Rängen des Bernabéu das gefürchtete „runrún“ zu provozieren, das lautmalerisch für das murmelnd daherkommende Genörgel steht. RB Leipzigs Trainer Martín Demichelis spricht vor dem Duell mit dem FC Bayern über dessen kleine Krise, seine gemeinsame Vergangenheit mit Vincent Kompany, und er erklärt, wofür er Deutschland immer dankbar sein wird. Dann aber wurde die Unzufriedenheit mit der Heimelf kurz vor der Halbzeit von Bernardo Silva erstickt.
Der kleine Portugiese, der beizu den wenigen Spielern zählt, die zum assoziativen Spiel neigen, traf in bester Abstauber-Manier zur Führung. Er drückte den Ball, der nach einem Schuss von Arda Güler an den rechten Innenknöchel und von dort an das Gesäß von RB-Torwart Maarten Vandevoort geflogen war, ohne Mühe über die Linie. Kurz nach der Halbzeit legte Güler nach, auch er drückte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor, in seinem Fall eine Kopfballablage des ansonsten reichlich pomadigen Kylian Mbappé.
Der Franzose steuerte in der Schlussphase das 3:0 bei , ehe der eingewechselte Yan Diomande mit einem Volleyschuss den 4:1-Endstand herstellte . Kurz zuvor hatte Tidiam Gomis für Leipzig verkürzt . Die Tore waren keine völlig absurden Belohnungen für das Spiel der Madrilenen, sie änderten aber nichts daran, dass der spanische Rekordmeister gegen Leipzig vieles schuldig blieb. Schon die Aufstellung zeigte, dass bei Real Madrid die Antennen auf den Clásico vom kommenden Sonntag gegen den FC Barcelona ausgerichtet sind. Denn es war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass Carreras, Huijsen oder Silva spielen; Vinícius Júnior hingegen, der nach 70 Minuten mit Pfiffen verabschiedet wurde, ist in der Liga gesperrt.
Auf der anderen Seite verzichtete Demichelis auf Extravaganzen bei der Aufstellung, was unter anderem bedeutete, dass Lukas Klostermann wieder auf der Bank verschwand. Die positiven Nachrichten für die Leipziger waren anfangs, dass Antonio Nusa Lust versprühte, seine Visitenkarte in Madrid abzugeben. Er band Real-Kapitän Federico Valverde nicht nur; er stellte ihn vor veritable Probleme. Der erste Abschluss gehörte den Leipzigern ; die ersten wirklich großen Chancen gehörten ihnen auch. Sie unterstrichen die Exzellenz von Real-Torwart Thibaut Courtois. In der 28. Minute landete nach einem Konter ein missratener Pass von David Raum bei Mittelstürmer Rômulo.
Dessen guten Drehschuss aus elf Metern fischte Courtois aus der linken unteren Ecke. Die zweite Glanztat folgte in der 41. Minute, als Christopher Nkunku nach einem guten Pass von Raum allein auf Courtois zulief – und der belgische Keeper so lange stehen blieb, bis Nkunku keinen Einschusswinkel mehr fand. Und vergab.
Die Chance wurde zum Weckruf für Real, das vorher durch Vinícius und Jude Bellingham gute Abschlüsse gezeigt hatte, und mündete in die Führung der Madrilenen, die das Attribut „vorentscheidend“ verdient hatte. Nach dem 2:0 war die Partie fast nicht mehr der Rede wert, mit Ausnahme der Rückkehr des verletzten Christoph Baumgartner bei Leipzig und der Einwechslung des ehemaligen Leipzigers Diomande bei Real. Dann machte Real noch mal richtig Ernst.
Der FC Bayern geht mit einer improvisierten Aufstellung in das Spiel gegen den FC Arsenal. Harry Kane ragt heraus, am Ende hat aber der englische Meister das letzte Wort.
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