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Liverpool-Legende Steven Gerrard (46) hat Bayern Münchens Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic (23) und Tom Bischof (21) für ihre Leistungen im Champions-League-Kracher gegen Arsenal am Mittwoch gelobt.
Der ehemalige englische Nationalspieler war als TV-Experte für TNT Sports im Einsatz. Was Pavlovic und Bischof im Zentrum gegen Arsenals Stars wie Martin Ödegaard, Declan Rice und Bruno Guimaraes abgeliefert hatte, gefiel ihm: "Die beiden haben mich heute Abend wirklich beeindruckt. In einem Spiel von dieser Bedeutung haben sie herausragend gespielt."
Bedeutsame Worte von einem der besten zentralen Mittelfeldakteure des 21. Jahrhunderts. Zumal es für Pavlovic und Bischof das erste gemeinsame Spiel in der FCB-Startformation auf diesem Niveau war. Pavlovic ist zwar Stammspieler bei Vincent Kompany, allerdings bekleidet die Position an seiner Seite in Vincent Kompanys 4-2-3-1-Formation in der Regel Joshua Kimmich. Dieser aber fehlte gegen die Gunners kurzfristig wegen eines Trauerfalls im engsten Familienkreis und Bischof rutschte in die Anfangself.
Der ehemalige Hoffenheimer war nach dem Spiel mit seiner Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis allerdings nicht. Weil die Bayern nach dem 0:1-Rückstand zwar das Spiel gedreht, aber auch in der Schlussphase durch Rice den Ausgleich geschluckt hatten: "Wenn du so lange in Führung bist, dann ist es schon enttäuschend, dass wir nicht die drei Punkte holen. Wir hatten eine gute Phase in Hälfte zwei, haben uns vorne festgesetzt und gut gespielt. Arsenal ist natürlich eine sehr gute Mannschaft, die haben auch Druck gemacht. Leider kriegen wir noch das Gegentor."
Ansprüche will Bischof trotz seiner Leistung indes nicht stellen: "Ich spiele extrem gerne mit Pavlo zusammen. Aber wir wissen alle was Jo für ein herausragender Spieler ist. Am Ende entscheidet Vinnie (FCB-Cheftrainer Vincent Kompany, d.Red.), wer aufläuft. Ich bin einfach froh, wenn ich auf dem Platz stehe und meine Minuten bekomme. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt."
Bischof und Pavlovic gelten nicht nur bei den Bayern sondern auch in der deutschen Nationalmannschaft als mögliches Mittelfeldduo der kommenden Jahre. Unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59) durften sie in den beiden letzten Partien der vergangenen Länderspielpause gegen Griechenland (0:0) und Serbien (2:0) jeweils im Maschinenraum der DFB-Elf ran.
Klopp war auch bei Bayerns Spiel gegen Arsenal in der Allianz Arena und erklärte auf Nachfrage zu Pavlovic und Bischof in der Halbzeit bei DAZN: "Das sind Top-Partner, die können überragend zusammen spielen." Dann wurde er allerdings deutlich: "Ich finde es heute nur absolut pietätlos, wenn wir da jetzt drüber reden. Wir können das ja nicht machen, ohne dass dann anschließend auch ein Kimmich-Thema daraus gemacht wird."
Klopp betonte, dass Kimmich ein "überragender Mittelfeldspieler" sei, "der in unserem Team immer einen Platz haben wird". Dennoch brauche das DFB-Team "ja mehr als einen Mittelfeldspieler", ergänzte er: "Das ist eine Diskussion nur in diesem Land, wo es dann heißt, wenn einer mal nicht anfängt, dass er dann nie wieder spielt. Das ist richtig verrückt." Schließlich brauche ein gutes Team "mehr als einen, im Idealfall vier, fünf, sechs, um dann auch auf bestimmte Art Fußball spielen zu können."
Gleichwohl stellte Klopp klar, dass es Pavlovic und Bischof beim 2:0 gegen Serbien und 0:0 in Griechenland "super gemacht" hätten. "Aber das heißt nicht, dass das nicht auch mit Jo Kimmich funktionieren kann oder mit Felix Nmecha oder mit Mika Baur oder mit Jannik Engelhardt. Die haben das auch richtig gut gemacht." Für ihn und sein Trainerteam sei wichtig, "dass wir wissen, wen wir haben und wen wir dann aufstellen – das ist noch mal etwas ganz anderes." Klopp resümierte: "Ein grundsätzliches Thema gibt es da überhaupt nicht."