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Nach dem Bundesliga-Duell zwischen Mainz 05 und Werder Bremen gerieten Nadiem Amiri und Niclas Füllkrug heftig aneinander. Im Anschluss sprechen beide über den Streit.
Mainz – Kurz nach dem Schlusspfiff flogen zwischen zwei ehemaligen DFB-Kollegen noch einmal die Fetzen. Nadiem Amiri und Niclas Füllkrug gerieten nach dem Bundesliga-Spiel zwischen Mainz 05 und Werder Bremen (2:3) auf dem Rasen aneinander. Die beiden Spieler standen sich Kopf an Kopf gegenüber, gestikulierten und lieferten sich ein hitziges Wortgefecht. Ein Bremer Mitspieler musste dazwischengehen.
Die Auseinandersetzung hatte ihren Ursprung schon in der ersten Spielminute. Füllkrug erwischte den Mainzer Danny da Costa bei einem Zweikampf mit dem Arm. Dass sich der Bremer Stürmer im Anschluss nicht entschuldigt haben soll, brachte Amiri auf die Palme. Nach dem Spiel erklärte der 29-Jährige bei Sky, dass ihn schon während der Partie einige Dinge am Verhalten des Stürmers gestört hätten.
„Mir sind von Anfang an ein paar Sachen im Spiel auf den Sack gegangen“, sagte Amiri. Besonders die Szene mit da Costa sei ihm sauer aufgestoßen. Der Mainzer Mittelfeldspieler machte keinen Hehl daraus, dass die Emotionen nach dem Abpfiff hochgekocht waren: „Ein paar Beleidigungen sind gefallen.“ Einen größeren Streit wollte Amiri daraus aber nicht machen. „So ist Fußball. Wir verstehen uns“, betonte der Nationalspieler.
Füllkrug schilderte die Situation aus einem anderen Blickwinkel. Der 33-Jährige warf Amiri im Gespräch mit DAZN vor, sich gegenüber einem seiner Bremer Mitspieler respektlos verhalten zu haben. Deshalb habe er seinen ehemaligen DFB-Kollegen aufgefordert, sich zurückzuhalten. Amiri sei „nicht ganz so respektvoll“ gewesen, erklärte der von West Ham ausgeliehene Stürmer. Daraufhin habe er ihm gesagt, „dass er den Ball flach halten soll“.
Sportlich hatte Füllkrug im Spiel allen Grund zur Freude. Mit zwei verwandelten Elfmetern brachte der Stürmer Werder in Mainz früh mit 2:0 in Führung und trug maßgeblich dazu bei, dass am Ende drei Punkte heraussprangen. Für ihn waren es schon die Saisontore sieben und acht. Der Rückkehrer traf damit im sechsten Bundesligaspiel hintereinander und untermauerte seine starke Form und auch seine Empfehlung für Jürgen Klopp und den DFB.
Für Aufregung sorgte er aber sogar schon vor dem Wortgefecht mit Amiri. Bei seiner Auswechslung in der 81. Minute reagierte Füllkrug äußerst emotional und gestikulierte in Richtung der eigenen Bank. Später erklärte er, dass er nach der intensiven Partie schlicht erschöpft gewesen sei. (luh)