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Nachträgliche Strafe: So sah Oscar Piastri den F1-Crash mit Arvid Lindblad
Oscar Piastri kam in Mexiko als Siebter ins Ziel, wurde aber bestraft Foto: XPB Oscar Piastri kam in Mexiko als Siebter ins Ziel, wurde aber bestraft © XPB

In der chaotischen Schlussphase des Formel-1-Rennens in Mexiko kollidierten in Runde 59 Oscar Piastri (McLaren) und Arvid Lindblad (Racing Bulls). Lindblad konnte nicht mehr weiterfahren – und Piastri bekam später eine nachträgliche Zeitstrafe aufgebrummt.

Die Szene im Detail: Beim Neustart nach der roten Flagge wegen des schweren Bottas-Unfalls lag Lindblad an Rang 7, Piastri war dahinter auf Platz 8. Nur 13 Runden nach der Rot-Unterbrechung kam es dann zur folgenschweren Kollision zwischen Lindblad und Piastri: Der Australier gabelte den Briten im Kampf um Platz 7 durch die ersten beiden Kurven von hinten auf. Für Lindblad war das Rennen gelaufen. Neben doppelt Gelb kam kurz das Safety-Car raus. Piastri trug zwar auch Schäden am Auto davon, konnte das Rennen aber beenden und kam als Siebter ins Ziel.

So sah Oscar Piastri die Szene

Piastri sagte direkt nach dem Rennen über die Szene: «Ich habe eigentlich versucht, innen vorbeizukommen, aber dann hat er mir sehr, sehr spät den Weg versperrt, sodass ich ihm irgendwie ausweichen musste und außen gelandet bin. Von dort aus habe ich es noch einmal versucht, aber natürlich hat er mich ziemlich weit nach außen gedrängt, und da wusste ich, dass ich das Überholmanöver nicht zu Ende bringen würde. Also habe ich versucht, mich wieder herauszuziehen, aber er hat mich so weit nach außen gedrängt, dass ich nicht mehr weiter nach links fahren konnte, und schließlich haben sich unsere Räder verhakt – und das war das Endergebnis.»

Schon im Rennen hatten die Stewards Ermittlungen gegen Piastri angestoßen. Wegen der Vielzahl der Fälle wurde der Zwischenfall aber erst nach dem Rennen und nach Anhörungen beurteilt. Piastri bekam die Schuld am Crash zugesprochen und eine 10-Sekunden-Strafe. Damit verlor er Platz 7, rutschte aus den Punkterängen raus ( mehr zu den nachträglichen Strafen lesen Sie hier ).

Piastri, der zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht sicher wusste, dass er bestraft werden würde, sagte: «Es ist immer eine heikle Situation. Ich war ganz nah an der Seite und befand mich dort, weil ich von vornherein einen Zusammenstoß vermeiden wollte. Es war also eine heikle Situation, aber ich glaube, als wir tatsächlich in Kontakt kamen, fuhren wir beide geradeaus. Es war nicht so, dass ich versucht hätte, mich in Kurve 2 einzuscheren und mich dort hineinzudrängen, wo ich nicht hingehöre. Ich habe versucht, die Position abzugeben, und war bereits von der Strecke abgekommen, sodass ich nicht wirklich viel mehr tun konnte.» Die Strafe gab's trotzdem...

Mit Platz 3 beim Mexiko-GP hat sich Kimi Antonelli zum jüngsten der nunmehr 36 Formel-1-Weltmeister gemacht. Der 20-jährige Italiener ist auf Rekordjagd. Die Tifosi träumen von Antonelli im Ferrari.

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