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Für einige BVB-Fans war Takato Yamamoto gefühlt schon ein Profi-Neuzugang. Doch der Japaner tauchte in der U23 ab. Dort erhält er jetzt großes Lob.
Dortmund – Takato Yamamoto hatte am Freitagabend (23. Oktober) allen Grund zur Freude! Der BVB II gewann mit 2:0 im Regensturm gegen den Bonner SC und der Sommerneuzugang absolvierte die kompletten 90 Minuten.
Noch mehr dürfte ihn die Tabellenführung der U23 freuen, zumindest bis RW Oberhausen am Samstag (24. Oktober) gegen die SG Wattenscheid spielt. Auch weil er keine Nebenrolle mehr bei den aktuell 14 ungeschlagenen Spielen und 34 Punkten für Schwarzgelb spielt.
„Er agiert sehr mutig und ist mit dem Ball fußballerisch extrem sauber. Das hat er vom ersten Tag an gezeigt“, sagte Trainer Daniel Rios passenderweise nach dem Erfolg gegen Bonn über seinen Schützling.
Dabei war Yamamoto nach seinem furiosen Auftakt bei den BVB-Profis und direktem Vergleich mit Klub-Legende Shinji Kagawa etwas abgetaucht. Bis zum zehnten Spieltag der Regionalliga West pendelte er zwischen Startelf und Ersatzbank.
Woran das lag? „Es war klar, dass nach dem rasanten Start auch mal eine andere Phase kommt“, erklärte Rios und fügte hinzu: „Er hatte bei den Profis ein sehr gutes Spiel gemacht und sich dort stark präsentiert. Aber er kommt eben aus Japan, muss sich akklimatisieren und tut sehr viel dafür.“
Auch RUHR24 beobachtete, dass er seinen auffälligen Spielwitz zunächst nicht zielführend beim BVB-Nachwuchs einbringen konnte. Jetzt scheint sich das Blatt zu wenden. In den vergangenen vier Partien spielte Yamamoto nicht nur stets 90 Minuten – er bestach durch technische Kabinettstückchen und kreierte Chancen mit präzisen Steilpässen, Hackentricks oder sauberen Dribblings.
Sein Coach betonte: „Nach und nach bekommt er ein Gefühl dafür, wie wir Fußball spielen wollen. Er war anfangs ein Spieler, der sich die Bälle eher tief abgeholt hat. Zu seiner Entwicklung gehört aber auch, nicht nur die einfachen Dinge zu machen, sondern auch die Räume weiter vorne zu besetzen. Da macht er deutliche Schritte.“
Trotz seiner Entwicklung und Rios’ Lob steht noch nicht fest, ob es für Yamamoto nach seiner einjährigen Leihe beim BVB weitergeht. Nach jetzigem Stand würde der Mittelfeldspieler im Sommer 2027 zu Gamba Osaka zurückkehren.
Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Borussia Dortmund für Yamamoto aber eine Kaufoption in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Sollte das Japan-Juwel weiter performen und die U23 am Ende der Saison sogar in die 3. Liga aufsteigen, spricht aber viel für eine feste Verpflichtung. Für eine neue Chance bei den Profis muss sich der Youngster aber noch nachdränglicher beweisen.