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"Da passt der Mann nicht mehr ins System"

Niclas Füllkrug trifft und trifft – für das DFB-Team kommt er wohl dennoch nicht infrage. (Archivbild) © IMAGO/Noah Wedel

Niclas Füllkrug trifft für Werder Bremen gerade fast schon nach Belieben. Sollte er nun auch für die deutsche Nationalmannschaft nominiert werden? Die Meinungen unserer Leserinnen und Leser gehen auseinander.

Dieser Artikel basiert auf Zuschriften unserer Leserinnen und Leser und gibt ihre Meinungen, Einschätzungen und Fragen wieder, die sie unserer Redaktion geschickt haben. Informiere dich über die verschiedenen journalistischen Textarten.

Werder Bremens Stürmer Niclas Füllkrug führt aktuell die Torjäger-Liste der Bundesliga an. Nationaltrainer Jürgen Klopp ließ jedoch bereits durchblicken, dass der 33-Jährige – wohl vor allem aufgrund seines gesetzten Fußballalters – keine Option für das DFB-Team ist. Am 5. November wird Klopp seinen Kader für die anstehenden Nations-League-Partien gegen die Niederlande und Serbien nominieren nominieren – aller Voraussicht nach ohne Bremens Torjäger.

Aber was denken unsere Leserinnen und Leser? Wir haben euch gefragt: Sollte Jürgen Klopp dem Stürmer nochmal das Comeback im DFB-Dress ermöglichen – oder an seinem eingeschlagenen Weg festhalten?

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Hier ist eine Auswahl der bei uns eingegangenen Zuschriften:

  • "Natürlich ist eine Nominierung von Fülle unausweichlich. Mit 33 ist er doch kein 'altes Eisen'. Im Gegenteil: Er reißt mit seiner Mentalität und seiner Führungsqualität die junge Garde mit!" (Armin, Maasholm)
  • "'Lücke ist meiner Meinung nach tatsächlich zu alt für die neue Nationalmannschaft. Er sollte aber nach dem Leistungsprinzip erstmal noch eingesetzt werden, und nebenbei muss Herr Klopp andere junge Stürmer aufbauen und spielen lassen." (Axel, 63 Jahre, Bremen)
  • "'Lücke' sollte auf jeden Fall für die kommenden Länderspiele nominiert werden. Es geht um die Nations League und später um die Quali zur EM. Jeder Spieler in Top-Form sollte dabei berücksichtigt werden. Perspektivisch, klar, steht ein Neuaufbau an, das heißt überwiegend junge Spieler sollten dann bis zur EM 2028 im Kader stehen. Ein altersmäßig 'gut durchwachsener' Kader ist meiner Ansicht nach der Goldstandard im Fußball. Füllkrug muss ja nicht in der Startelf stehen. Aber auf der Bank ist er auch schon viel wert, vor allem wenn man weiß, dass er ein Spiel umbiegen kann. Füllkrug selbst ist in den letzten zwei, drei Jahren emotional stärker geworden und wirkt als Ruhepol – obwohl er im richtigen Moment auf dem Platz auch explodieren kann." (Franz, 60 Jahre)
  • "'Fülle' ist nicht nur in der Form seines Lebens, sondern auch ein bescheidener und geerdeter Mensch, der alles für das Team gibt. Das beweist er auf dem Platz und in jedem Interview. Er wäre auch eine Bereicherung für die Nationalmannschaft, leistungsmäßig und menschlich. Aber je mehr Druck die Presse aufbaut, desto uneinsichtiger wird Klopp reagieren. Schade für beide und für Deutschland." (Uwe, 68 Jahre, Gera)

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Füllkrug als "Feelgood-Manager des Teams"

  • "Ich finde, dass es mehr um Leistung gehen sollte. Klar, auch das Alter spielt natürlich eine Rolle, aber Niclas Füllkrug ist zur Zeit ein Garant für Tore und aufgrund seines Alters ein prima Joker für das DFB-Team." (Gabriele, 66 Jahre, Wees)
  • "Ja, ich würde ihn in der Rolle des Jokers und als 'Feelgood-Manager' des Teams sehen." (Basti, 44 Jahre)
  • "Füllkrug sollte auf jeden Fall wieder in die DFB-Auswahl! Ein Kämpfertyp, der die Jungen mitreißen kann, ein echter Mittelstürmer und zu 100 Prozent cool beim Elfmeter!" (Andreas, 62 Jahre, Bremen)
  • "Klopp hat selbst von kurzfristig, mittelfristig und langfristig gesprochen. 'Kurzfristig' ist Füllkrug auf jeden Fall ein Kandidat für den Kader. Eine Referenz: sein zweites Tor gegen den BVB. Mittel- und langfristig braucht die Nationalmannschaft unter anderem dringend Tresoldi und Wael Mohya – um nur mal zwei Spieler zu nennen, welche 'uns' sehr gut tun würden." (Uwe, 80 Jahre, Neu-Ulm)
  • "Ich möchte hier nur Otto Rehagel zitieren, der seinerzeit in Bezug auf Wynton Rufer sagte: 'Es gibt keine jungen und alten Spieler, es gibt nur gute und schlechte Spieler'. Damit ist, denke ich, alles gesagt!" (Robert, 57 Jahre, Straubing)
  • "Julian Nagelsmann hat auf Druck von außen und von ehemaligen Nationalspielern – Matthäus, Effenberg – einen 40-jährigen Torwart als Nummer eins mit zur WM genommen. War ein Reinfall. Niclas Füllkrug scheint mir mit seinen 33 Jahren im besten Fußballeralter zu sein. Der 93er-Jahrgang könnte im Fußball ein besonderer sein. Siehe Harry Kane. Ich bin der Meinung, wer am besten in Form ist, sollte auch spielen. Demzufolge müsste im Tor Loris Karius – Achtung: Jahrgang 1993 – stehen. Doch der spielt trotz herausragender Leistungen für viele Experten beim falschen Klub. Am Ende entscheidet sowieso Kloppo." (Wolfgang, 76 Jahre)

Füllkrug reagiert auf Klopps "Er ist 33"-Ansage

"Warum sollte Klopp bei der Personalie Füllkrug anders verfahren?"

  • "Von seiner Leistung her wäre Füllkrug ein Kandidat für die Nationalmannschaft. Allerdings ist er inzwischen 33 Jahre alt, und auch wenn er aktuell wirklich fit ist, hat er doch einige Verletzungen erlebt. Für Werder Bremen ist er zu wichtig, da ist es besser, wenn er keine Verletzungen im Nationaltrikot riskiert." (Ines, 51 Jahre, Kiel)
  • "Auf keinen Fall, denn Klopp denkt schon für die großen Turniere voraus, und da passt der Mann nicht mehr ins System. Und das ist gut so, sonst verfallen alle wieder in den Sparmodus." (Gabriele)
  • "Klopps Richtung ist am Torhüter Baumann festzustellen. Auch da ist das Alter das Kriterium seiner Nichtberücksichtigung. Warum sollte Klopp bei der Personalie Füllkrug anders verfahren? Entweder er macht einen Neuaufbau oder er macht am alten Verfahren weiter. Klopp selber traue ich zu, dass er seinen Plan verfolgt und sich nicht durch die Öffentlichkeit behindern lässt. Ich selbst bin der Meinung, dass jetzt endlich mal ein richtiger Neuaufbau vonstattengehen muss, denn die Zukunft heißt EM 2028 und WM 2030! Solche Halbheiten zwischendurch können niemals störungsfrei über die Bühne gehen. Es ist doch erwiesen, dass Spieler mit 35 oder 36 Jahren verletzungsanfälliger sind als Junge mit 21 oder 22 Jahren." (Jürgen, 80 Jahre, Talheim)
  • "Auf keinen Fall! Auch wenn Füllkrug gerade gut in Form ist, bringt das der Nationalmannschaft für die Neuausrichtung wenig. Bei der EM ist er dann bereits 35 und bei der nächsten WM 37 Jahre alt. Wir brauchen jetzt einen konsequenten Generationswechsel und Umbau der Nationalmannschaft. Dafür müssen junge Spieler die Chance bekommen und Erfahrung sammeln können, damit diese dann als eingespieltes Team zur nächsten EM antreten können." (Christian, 50 Jahre, Pürgen)

Klopp weiß, was er macht

  • "Nein, wie soll ein Umbruch stattfinden, wenn man einen Füllkrug wieder reaktiviert? Er ist ein guter Spieler, ja. Er hat im Moment den besten Lauf seiner Karriere, ja. Er hat das Alter, um nochmal in der Nationalmannschaft aufzutrumpfen, nein. Die Alten sollten sich verabschieden. Auch ein Tah oder Kimmich haben da nichts mehr verloren. Klopp weiß, was er macht. Und er muss die nächste goldene Generation von vorne aufbauen." (Benjamin, 46 Jahre)
  • "Ich bin der Meinung, 'Fülle' sollte nicht zur Nationalmannschaft. Nach diesen schweren Zeiten für ihn sollte er sich voll und ganz auf den Verein konzentrieren, vielleicht sogar Werder nach Europa kicken und dann als Bremer Legende abtreten. Jürgen Klopp soll sich lieber auf die nächste Generation konzentrieren und Tresoldi an Bord holen." (Tobi, 47 Jahre)
  • "Kaum ist Klopp Bundestrainer, bekommt er von überall her Empfehlungen, welche Spieler wieder in die Nationalmannschaft gehören. Füllkrug mit 33 Jahren gehört meiner Meinung nach nicht mehr in die Nationalmannschaft. Lassen wir Klopp doch einfach mal in Ruhe arbeiten. Ich denke, er weiß, was er tut." (Jutta, 75 Jahre, Werne)
  • "Jürgen Klopp sollte Füllkrug auf keinen Fall wieder nominieren, das wäre wieder ein Riesenschritt zurück in Richtung Vergangenheit. Nach dem Motto: Da hat ein Vereinsspieler gerade eine gute Form – ab zur Nationalmannschaft. Genau das Modell ist ja immer wieder grandios gescheitert. Füllkrug funktioniert in Bremen super, das ist sein Verein. Überall anders ist er gescheitert. Man könnte die Liste bei anderen Spielern fortsetzen. Klopp muss Spieler finden, die sich in der Nationalmannschaft wohlfühlen und dann funktionieren. Vereinsfußball und Nationalmannschaft waren immer zwei Paar Schuhe. Weg vom Leistungsprinzip (die Guten werden berufen/bunt gewürfelter Egoistenhaufen) hin zur Mannschaftsbildung mit ganz neuen Spielerideen." (Oliver, 35 Jahre, Lippstadt)

Redaktioneller Hinweis

  • Die in diesem Beitrag veröffentlichten Meinungen haben uns Leserinnen und Leser per E-Mail oder über unser Feedback-Formular zukommen lassen. Die Zuschriften wurden gegebenenfalls sinnwahrend gekürzt und der Rechtschreibung angepasst. Erfahre mehr darüber, wie unsere Redaktion mit Feedback arbeitet.

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