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Endlich mal wieder sportliche Schlagzeilen rund um Manchester City. Beim CL-Kantersieg gegen AEK Athen sorgt ein DFB-Nachwuchsspieler für Aufsehen.
Manchester – Floyd Samba erlebt bei Manchester City gerade den Sprung auf die große Bühne. Der erst 17-Jährige stand in der Champions League gegen AEK Athen (5:1) überraschend in der Startelf und ersetzte im Sturmzentrum keinen Geringeren als Erling Haaland. Nach 62 Minuten war der Einsatz beendet, eine direkte Torbeteiligung gelang Samba diesmal nicht. Allein die Berufung in die Anfangsformation war für das DFB-Talent jedoch ein bemerkenswerter Vertrauensbeweis.
Für Samba war es erst der zweite Einsatz bei den Profis. Sein Debüt hatte er im September im League Cup gegen Norwich City gefeiert – und gleich einen Doppelpack erzielt. Danach beschrieb der Teenager sein Gefühl: „So ein Debüt ist einfach umwerfend. Ich konnte es kaum glauben.“ Zugleich blickte er selbstbewusst voraus: „Erst der Anfang, ich habe eine große Karriere vor mir.“
Der Offensivspieler ist der Sohn des früheren Bundesliga-Profis Christopher Samba und einer Deutschen. Sein Vater stand einst in der Bundesliga für Hertha BSC auf dem Platz. Floyd junior sammelte zunächst Erfahrungen in englischen Nachwuchsauswahlen und wurde auch für Frankreichs U16 nominiert, kam dort aber nicht zum Einsatz. Inzwischen spielt er für Deutschlands U19, für die er bislang drei Partien absolvierte.
Bei City ist Samba bislang vor allem durch seine Torquote im Nachwuchs aufgefallen: In seiner ersten Saison bei der U18 erzielte er 24 Treffer und bereitete zehn weitere vor. Trainer Enzo Maresca lobte ihn nach dem Profidebüt: „Er ist jung, voller Energie und stark“. Außerdem sagte er: „Er kann selbst abschließen oder Mitspieler in Szene setzen. Ich bin zufrieden. Hoffentlich können wir ihm mehr Chancen geben.“
Gegen AEK probierte der Trainer den Youngster nun in ungewohnter Rolle als Mittelstürmer aus. „Das haben wir erst in den letzten zwei oder drei Tagen ausprobiert. Er ist sicher kein klassischer Neuner, aber er hat seine Sache gut gemacht“, erklärte Maresca. Dass Samba ausgerechnet Haaland vertrat, sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit. Der 17-Jährige übernahm die zentrale Angriffsposition auf der größten Klub-Bühne.
Für Manchester City war die Partie sportlich wichtig. Nach dem 2:0 zum Auftakt gegen den FC Porto hatte das Team in der Königsklasse zuletzt mit 2:4 bei Paris Saint-Germain verloren. Maresca rotierte kräftig und veränderte die Startelf im Vergleich zum Ligaspiel auf acht Positionen. Mit Erfolg, denn am Ende stand das deutliche 5:1.
Sambas Auftritt bleibt dennoch ein frühes Ausrufezeichen in seiner Entwicklung: Aus dem Nachwuchsstürmer mit beeindruckenden Zahlen wurde binnen kurzer Zeit ein Kandidat für Einsätze bei den Profis – und nun auch für die Champions League. Dass er bereits für englische Jugendteams spielte und nun das deutsche U19-Trikot trägt, macht seinen Weg zusätzlich spannend. Vielleicht ja auch irgendwann für Bundestrainer Jürgen Klopp. (rele)