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Die Salzburger erweckten einen „gebrochenen Gegner“ wieder zum Leben. Besonders ärgerlich: Der späte Ausgleich fiel nach einem eigenen Freistoß. „Das darf uns auf diesem Niveau nicht passieren“, sagt Linksverteidiger Dominik Schmid.
Zu wenig „dreckig“, nicht „clever“ genug: Red Bull Salzburg hat in der Europa League einen in der Aufstiegsfrage womöglich wichtigen Dreier in Celje verpasst. Nach dem späten Gegentreffer ärgerte sich Trainer Danny Röhl über die Entstehung des 2:2. Nach einem eigenen Freistoß geriet Salzburg in Bedrängnis und kassierte durch Armandas Kucys den Ausgleich. „Ich habe den Jungs gesagt, so einen Fehler kann man nur einmal machen, nicht zweimal in diesem Wettbewerb“, meinte Röhl.
Statt sechs stehen nach drei Spieltagen nur vier Zähler für Salzburg zu Buche. Sturm Graz (19.) zog am 21. der Tabelle vorbei. In zwei Wochen wartet das nächste Schlüsselspiel auf Salzburg. Wieder auswärts ist dann Anderlecht der Gegner. Die Belgier feierten am Donnerstag ein 3:0 bei Jagiellonia Bialystok in Polen und damit ihrerseits die ersten Zähler. Haris Tabakovic und Co. haben mit dem Liga-Hit beim LASK nun einmal eine fordernde nationale Aufgabe vor sich.
Im oft wild anmutenden „Ping-Pong-Spiel“ (Leandro Morgalla) von Celje schien Salzburg in der 46. Minute auf Kurs. Jesper Lindström benötigte 23 Sekunden für seinen Treffer zum 2:0. Röhl erkannte danach einen „gebrochenen“ Gegner - den seine Hintermannschaft ins Spiel zurückbrachte. Celjes 1:2 kurz darauf war so unnötig wie folgenschwer. Auch dabei stimmte die Abstimmung nicht, viel zu leicht kamen die Slowenen durch die Abwehrreihe. Linksverteidiger Dominik Schmid hatte als letzter Mann gegen Blaz Kramer das Nachsehen.
Den Schweizer machte wie seinem Coach aber mehr die 90. Minute zu schaffen. „Es fühlt sich an wie eine Niederlage“, sagte Schmid auf Sky. „Wenn du das nicht souverän runterspielen kannst, ist unser Game Management nicht gut genug. Das darf uns auf diesem Niveau nicht passieren“, merkte der 28-Jährige an. Zu wenig „dreckig“ habe man in der letzten Viertelstunde gespielt, betonte Leandro Morgalla. Lindström meinte nur knapp: „Wenn du 2:0 führst, musst du gewinnen.“
Der im zweiten Spiel in Folge als Torschütze erfolgreiche Däne wollte das Negativerlebnis rasch beiseite wischen. Einmal drüber schlafen und dann weiter, so sein Motto. „Es ist hart, aber das ist Fußball. Morgen ist ein neuer Tag“, so Lindström. Auf den national noch unbesiegten Zweiten wartet immerhin am Sonntag der LASK in Linz. Der Champions-League-Teilnehmer geht gestärkt aus dem Überraschungserfolg von Lissabon hervor.
Röhl muss womöglich wieder umbauen. Torhüter Christian Zawieschitzky wurde in der zweiten Halbzeit behandelt, konnte die Partie aber zu Ende spielen. Der Nationalkeeper hatte vor zwei Wochen bereits wegen Adduktorenproblemen pausieren müssen. Er hoffe, „dass alles okay ist“, meinte Röhl. Für die Mannschaft des Deutschen geht es Schlag auf Schlag weiter. Dem Spiel beim LASK folgt das ÖFB-Cup-Achtelfinale in Bregenz, die Anderlecht-Reise bettet sich in die Ligaspiele gegen Austria Lustenau und Sturm Graz ein. Erst die Länderspielpause im November bietet wieder eine Chance zum Durchatmen. (APA)