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Beim FC Bayern rückt der Fußball in den Hintergrund: Joshua Kimmich, Vincent Kompany und Jamal Musiala zeigen, dass im Leben andere Dinge zählen.
Fußball ist die schönste Nebensache der Welt und hilft uns, mal für 90 Minuten aus dem Alltag zu verschwinden. Diese Form von Eskapismus ist wichtig – aber das wahre Leben bleibt umso vieles wichtiger.
Daran erinnern uns die persönlichen Schicksale jener, bei denen wir sonst über 90 Minuten mitfiebern. Die vergangenen Tage und Wochen des FC Bayern gehen weit über den Sport hinaus.
Erst muss Joshua Kimmich das wichtigste Spiel der bisherigen Saison gegen Arsenal absagen. Ein Todesfall im engsten Familienkreis reißt ihn vom Fußballfeld mitten in die traurige und brutale Realität.
Dann sorgt der Kollaps von Trainer Vincent Kompany auf dem Münchner Trainingsgelände für einen Schock. Nicht nur beim FC Bayern, sondern in der gesamten Fußballwelt. Der Belgier wird nun in der Klinik behandelt und bekommt vom Verein alle Zeit der Welt, um wieder gesund zu werden.
Die Situation zeige „mal wieder, dass der Fußball nicht das Wichtigste im Leben ist. Das Wichtigste ist die Gesundheit“, sagte Sportvorstand Max Eberl am Samstagvormittag.
Kompany und Kimmich werden am Sonntag gegen Freiburg nicht dabei sein. Sportlich ein großer Verlust, aber das spielt keine Rolle. Der Ausgang der Partie ist schon jetzt reine Makulatur.
Schon zu Saisonbeginn sorgte sich der Verein um Jamal Musiala, der innerhalb von kürzester Zeit in zwei Partien zusammengebrochen war und im Anschluss seine neurologische Dysfunktion öffentlich machte.
Auch damals bewies der deutsche Rekordmeister das richtige Feingefühl und setzte alles in Bewegung, um Musiala auf dem Weg zur Genesung zu unterstützen.
Die Bayern-Familie rückt zusammen und zeigt uns, dass es auch im Fußball um viel mehr als nur um Fußball geht.