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Steht Niclas Füllkrug im DFB-Kader für die anstehende Länderspielphase? So denkt Werder Bremens Trainer Daniel Thioune über ein mögliches Nationalelf-Comeback!
Bremen – Das Thema Nationalmannschaft überlässt Niclas Füllkrug weiterhin anderen. Der Stürmer hat dazu für sein Empfinden genug gesagt – und zuletzt hat er vor allem Taten sprechen lassen. Mit neun Treffern nach acht Spieltagen ziert er die Spitze der Torschützenliste in der Bundesliga, nach normalen Maßstäben wäre es gar keine Frage, ob ein derart treffsicherer Angreifer demnächst auch wieder zum DFB-Team reist. Ist es aber eben doch, weil die deutsche Auswahl einen Umbruch benötigt und ein 33-jähriger Offensivakteur des SV Werder Bremen da eigentlich nicht in die langfristigen Planungen von Bundestrainer Jürgen Klopp passt. Deshalb ist weiterhin völlig offen, ob Füllkrug am Donnerstag auf der Liste derer steht, die vom Coach zum nächsten Lehrgang eingeladen werden. Werder-Trainer Daniel Thioune würde es seinem Schützling wünschen, wie er auch am Sonntag noch einmal betonte.
„Ich habe mich dafür ausgesprochen, weil es grundsätzlich für mich ein Selbstverständnis ist, dass die, die die beste Leistung bringen, auch die sein sollten, die dann für Deutschland spielen“, sagte der 52-jährige Trainer des SV Werder Bremen. „Aber das letzte Wort gehört dem Bundestrainer, ich habe da keine Erwartungshaltung an ihn. Wir sind einfach froh, dass wir Niclas in dieser Verfassung haben, aber ich glaube, dass er jeder anderen Mannschaft auch gerade helfen kann.“
Zumal die Frage des Alters auch eine relative ist. In der Bundesliga bringt schließlich nicht nur Niclas Füllkrug einiges an Erfahrung mit, sondern auch ein gewisser Harry Kane. Der gleichaltrige Profi des FC Bayern München hat just den Ballon d’Or gewonnen, ist nicht nur im Club, sondern auch beim englischen Nationalteam gesetzt. Niemand zieht dort derzeit jüngere Alternativen in Betracht. Wie auch immer sich Jürgen Klopp am Ende im Fall des Angreifers vom SV Werder Bremen entscheidet – er dürfte am Donnerstag um öffentliche Erklärungen gebeten werden.
Einen unmittelbaren Austausch mit Daniel Thioune hat es bislang jedenfalls nach dessen Aussage nicht gegeben. „Ich weiß nicht, welche Beweggründe auf dem Papier von Jürgen Klopp stehen, diesen Kader zu bauen“, meinte der Trainer des SV Werder Bremen. „Da wird er die beste Entscheidung treffen für den deutschen Fußball. Aber Situationen können sich verändern. Ich weiß nicht, mit welchem Personal er plant, aber wenn er vorher nicht mit Niclas geplant hat, kann es sich ja trotzdem dahin entwickeln, dass man auf Niclas noch mal zurückgreifen müsste.“ (mbü)