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Gerade erst wollte er mit seinem Herzensprojekt ganz Spanien erobern, jetzt ist schon wieder Schluss: Thorsten Legat (57) ist nicht länger Trainer des FC Germania Mallorca. Nach nur sechs Ligaspielen muss die TV- und Fußball-Legende seinen Platz auf der Bank räumen. Und die Hintergründe haben es in sich.
Dabei klang das Projekt noch vor wenigen Wochen wie ein echtes Fußball-Märchen. Gemeinsam mit Freunden, darunter Reality-Star Aleks Petrovic, gründete Legat den Verein auf Mallorca. Das große Ziel: Mit dem Motto „From Zero to La Liga“ innerhalb weniger Jahre aufsteigen. Doch dann kam der Knall: Thorsten Legat verkündete überaschend sein Aus als Trainer.
Offiziell war von einer gemeinsamen Entscheidung die Rede. Doch hinter den Kulissen scheint es deutlich mehr gekracht zu haben, als zunächst bekannt wurde. Denn obwohl Germania Mallorca mit drei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen keinen kompletten Fehlstart hinlegte, schwand das Vertrauen innerhalb des Vereins offenbar rapide.
Besonders deutlich wurde jetzt Vereinspräsident Amir Aziz. Gegenüber RTL erklärte er offen, dass viele Spieler nicht mehr vollständig hinter ihrem Trainer gestanden hätten. Das sei letztlich einer der entscheidenden Gründe für die Trennung gewesen. Zudem seien die Verantwortlichen zu der Überzeugung gelangt, dass die ambitionierten Vereinsziele gefährdet sein könnten.
Vor allem Legats ruppige Art soll intern für Probleme gesorgt haben. Der frühere Bundesliga-Profi gilt als kompromisslos, laut und direkt. Eigenschaften, die ihn einst als Spieler auszeichneten, bei seiner Mannschaft auf Mallorca aber offenbar nicht bei allen gut ankamen. Laut Vereinsführung kamen aus dem Team immer wieder ähnliche Rückmeldungen zu seinem Führungsstil. Am Ende führte laut des Präsidenten auch Legats „sehr direkte und grobe Art und Weise“ zu dem Aus als Trainer: „Damit kommt nicht jeder Mensch, nicht jeder Spieler zurecht.“
Doch die Probleme beschränkten sich offenbar nicht nur auf den Umgangston. Wie das Mallorca Magazin berichtet, soll es auch immer wieder Irritationen zwischen Trainer und Mannschaft gegeben haben. Zudem habe die enorme Belastung Spuren bei Legat hinterlassen. Präsident Aziz sprach von gesundheitlichen Problemen und der schwierigen Situation, dauerhaft von seiner Familie getrennt zu sein. Seine Ehefrau Alexandra Legat lebte während seines Mallorca-Abenteuers weiterhin in Deutschland.
In einem gemeinsamen Video mit Aleks Petrovic erklärt Thorsten sein Trainer-Aus. Dabei betont Aleks gleich mehrfach, dass es eine gemeinsame Entscheidung gewesen sei. Doch Thorsten Legat wirkt während des Videos niedergeschlagen.
Und plötzlich wird deutluch, dass der Ex-Dschungelcamper selbst die Trennung offenbar alles andere als kalt lässt und ihm diese Entscheidung quasi abgenommen wurde. Gegenüber dem Mallorca Magazin findet er drastische Worte: „Man hat mir mein Baby genommen. Mir blutet das Herz.“ Es wirkt, als sei Thorsten Legat als Trainer abgesägt worden. Als hätte er die Entscheidung eben nicht mitgetroffen, sondern müsste sich ihr beugen.
Verständnis für die Kritik zeigt der 57-Jährige nur bedingt. Stattdessen verweist er auf die professionelle Betreuung und die Bedingungen, die den Spielern zur Verfügung gestanden hätten. Aus seiner Sicht habe es vielmehr einigen Akteuren an der nötigen Einstellung für das ehrgeizige Projekt gefehlt. Die Mannschaft habe alles bekommen, auf dem Platz aber nicht immer entsprechend zurückgezahlt.
Trotz des Trainer-Aus bleibt Thorsten Legat dem Verein erhalten. Künftig soll der frühere Bundesliga-Profi als Manager und Gesellschafter weiter für Germania Mallorca tätig sein.
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