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(Motorsport-Total.com) - Macht Charles Leclerc zu viele Fehler, um irgendwann Formel-1-Weltmeister zu werden? Zumindest Experte Ralf Schumacher ist der Meinung, dass dem mittlerweile 29-Jährigen auch in seiner inzwischen neunten Saison in der Königsklasse noch immer zu viele Unfälle passieren.
Macht Charles Leclerc in der Formel 1 zu viele Fehler? Zoom
Gegenüber Sport Bild erklärt der sechsmalige Grand-Prix-Sieger: "Eine von Leclercs Schwächen ist, dass er diese Fehler immer wieder macht. Er will mit Gewalt schnell sein und macht dann irgendwelche sinnlosen Sachen."
In der laufenden Formel-1-Saison 2026 sah Leclerc in den bisherigen 17 Saisonrennen dreimal nicht die Zielflagge, wobei zweimal ein Unfall dafür verantwortlich war. Zunächst crashte Leclerc bei seinem eigenen Heimrennen in Monaco, später dann auch beim Ferrari-Heimspiel in Monza.
Dazu kommt ein weiterer Unfall beim Qualifying in Barcelona in diesem Jahr, und auch in der Vergangenheit wurde Leclerc bereits vorgeworfen, eine zu hohe Fehlerquote im Vergleich zu den anderen Spitzenpiloten im Feld zu haben.
2022, als er gegen Max Verstappen um den WM-Titel kämpfte, crashte der Monegasse beispielsweise in Führung liegend beim Großen Preis von Frankreich. Verstappen zog in der WM davon und war anschließend nicht mehr einzuholen.
Leclerc wurde am Ende des Jahres Vizeweltmeister, und es sollte bis heute seine letzte echte Chance auf den Fahrertitel in der Formel 1 sein. 2024 wurde er noch einmal WM-Dritter, die Saisons 2023 und 2025 beendete er jeweils auf dem fünften Gesamtrang.
Fest steht, dass Leclerc auch in den kommenden Jahren für Ferrari an den Start gehen wird. Im Sommer hat er seinen Vertrag bei der Scuderia vorzeitig verlängert. Die genaue Laufzeit ist nicht genannt, laut Sky handelt es sich aber um einen Kontrakt bis Ende 2028.
Seine erste Formel-1-Saison im Jahr 2018 hatte Leclerc noch für Kundenteam Sauber bestritten, anschließend wurde er direkt in seinem zweiten Jahr in der Königsklasse ins Ferrari-Werksteam an die Seite von Sebastian Vettel befördert.
In seiner ersten Ferrari-Saison gewann er zwei Rennen und landete in der WM am Ende vor dem viermaligen Weltmeister Vettel, der den Rennstall nach der Saison 2020 schließlich verlassen musste.