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Im Spiel gegen Bayer Leverkusen musste der VfB Stuttgart verletzungsbedingt auf ihren Mittelfeldmotor Angelo Stiller verzichten. Die große Frage vor der Partie war, wie die Schwaben diesen Ausfall auffangen würden. Dafür griff das Team rund um Sebastian Hoeneß auf ein altbewährtes Mittel zurück.
Von Jens Walbrodt und Luise Kropff
Angelos Stiller ist der Taktgeber in der Systematik von Trainer Sebastian Hoeneß - selbst, wenn er zuletzt Leistungsschwankungen hatte. Kein Spieler von VfB Stuttgart hat mehr Ballkontakte, kein Spieler gibt so deutlich die Schlagzahl vor. Aktuell fällt Stiller verletzungsbedingt aus. Eine wirklich gute Alternative steckt aktuell nicht im Kader der Schwaben. Im Spiel gegen Leverkusen hat Sebastian Höneß deswegen einen besonderen Ansatz verfolgt.
Im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach hatte Stiller auf der Sechser Position noch 110 Pässe gespielt. Im Spiel gegen Leverkusen wurde der Postion eine andere Aufmerksamkeit zu teil „Der VfB Stuttgart hat erst gar nicht versucht, den Ausfall von Stiller über die Secher-Position zu kompensieren. Die Sechser haben im Aufbau gar nicht stattgefunden“, sagt Sportschau Update Host Luise.
So hatten Karazor und Prömel zusammengenommen gerade mal 60 Pässe im Spiel. Der Aufbau wurde stattdessen über die Außen gelenkt.
Jeder Abstoß der Stuttgarter, jeder Freistoß aus dem eigenen letzten eigenen Drittel wurde im Spiel gegen die Werkself rigoros nach vorne geschlagen. „Die Systematik des VfB war ganz klar „Langer Ball, zweiter Ball“, sagt Sportschau Update Host Jens Walbrodt. So wurden die eigenen VfB-Sechser überspielt. Nach der Balleroberung im Mittelfeld wurde das Spiel dann über die Außen gestaltet.
Schon im letzten Spiel der Stuttgarter gegen Leverkusen (4:1-Sieg in Leverkusen), hatten die Schwaben diesen Matchplan verfolgt. Damals auch mit Stiller. Sebastian Hoeneß recycelte seine Idee.
Auffällig im Spiel gegen Leverkusen war auch die Körperlichkeit der Stuttgarter. „Mir hat die Zweikampfführung der Stuttgarter extrem gut gefallen. Da war eine gute Körperlichkeit vorhanden“, sagt Luise. Insgesamt gab es 13 Fouls am Gegner.
Aktuell steht Stuttgart auf Platz 11. in der Bundesliga-Tabelle. Der hitzige Sieg gegen Bayer Leverkusen könnte einen Turning Point markieren.
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