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Der FC Bayern hatte am Mittwochabend in der Champions League den FC Arsenal zu Gast. Für den Rekordmeister war das ein echter Härtetest.
Die Bayern wollten ein Zeichen setzen, vor allem an die Konkurrenz in Europa. Doch ausgerechnet jetzt spielte das Personal nicht mit. Joshua Kimmich, Michael Olise und Jamal Musiala fehlten komplett, aus unterschiedlichen Gründen. Luis Diaz war nicht fit genug für die Startelf, wie Vincent Kompany im Vorfeld der Partie erklärte.
Es war das erwartete, intensive Spiel in München. Am Ende trennten sich beide mit 2:2.
Das Spiel begann erst einmal mit einer Phase des Abtastens. Arsenal wolle den Ball haben, baute kontrolliert auf. Die Bayern versuchten, zuweilen zu pressen, aber taten das in dieser Besetzung nicht konsequent 1-gegen-1 über das gesamte Feld. Nach fünf Minuten zeigte sich Arsenal erstmals im Bayern-Strafraum, aber ein Abschluss kam nicht zustande. Wenig später gab es den ersten Schock für Arsenal, denn Bukayo Saka verletzte sich und musste ausgewechselt werden.
Von Beginn an war es ruppig, Kai Havertz holte sich früh eine Gelbe Karte ab. Die großen Torchancen gab es in der Anfangsphase nicht, beide belauerten sich, gingen nicht zu viel Risiko. Nach einem Eckball zeigte sich Arsenal erstmals gefährlich, 20 Minuten waren vorüber, als die Bayern schnell umschalteten, Ismael Saibari am Ende Serge Gnabry bediente und der an David Raya scheiterte.
In der 25. Minute brachte der für Saka eingewechselte Eberechi Eze Arsenal in Führung. Josip Stanišić hob das Abseits nach einem traumhaften Ödegaard-Ball auf, Eze nahm den Ball gut an und verwandelte in die lange Ecke. Doch die Bayern zeigen eine Reaktion. Gut zehn Minuten nach dem Rückstand spielte Harry Kane einen sensationellen Pass auf Alphonso Davies, der mit rechts abschloss und eiskalt den Ausgleich herstellte.
Danach wirkte Bayern etwas spritziger und schaltete mehrfach schnell um, ein zweites Tor kam aber nicht zustande. Mit dem 1:1 gingen beide in die Kabine.
Direkt nach der Pause hatte Arsenal die erste gute Chance. Im Anschluss an einen Eckball hatten die Bayern Glück. Einen Kopfball von Bruno Guimarães lenkte Manuel Neuer an die Latte. Danach spielte der FCB einen lukrativen Konter zu schlecht aus. In der 50. Minute hätte Dayot Upamecano beinahe das 2:1 erzielt. Nach einem sensationellen und dynamischen Antritt lief er durch, wurde von Kane bedient und scheiterte mit einem schönen Kopfball an Raya.
Die Bayern waren jetzt hellwach. Ein Kane-Abschluss wurde von Jurriën Timber mit der Hand geblockt und sorgte dafür, dass der Rekordmeister einen Elfmeter zugesprochen bekam. Kane ließ sich diese Chance nicht nehmen und schoss den Ball in die linke, obere Ecke zum 2:1 ein. Das Spiel wurde danach abwechslungsreicher, Arsenal hatte nach ruhenden Bällen seine Chancen, der FCB schaltete schnell um.
In der 77. Minute testete der eingewechselte Luis Diaz Torhüter Raya mit einem Schlenzer. Arsenal erhöhte jetzt aber noch einmal das Risiko. Eine schöne Kombination brachte Declan Rice in eine gute Abschlussposition und der Engländer schoss aus kurzer Distanz in die lange Ecke. Neuer war machtlos, Arsenal hatte ausgeglichen. In der Schlussphase musste Luis Diaz angeschlagen wieder vom Platz, auf beiden Seiten wurde nicht mehr konsequent zu Ende gespielt. Es blieb beim 2:2.