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„Auf keinen Fall!“: Hoeneß spricht Machtwort im Bayern-Tor
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Die Torwartfrage beim FC Bayern beschäftigt die Verantwortlichen bereits seit geraumer Zeit. Mit Manuel Neuer verfügt der deutsche Rekordmeister zwar weiterhin über einen erfahrenen Weltklasse-Keeper, doch die langfristige Nachfolge des mittlerweile 40-Jährigen muss geregelt werden. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat nun eine klare Vorstellung davon, wie die Zukunft im Münchner Tor aussehen soll.

Im Interview mit der WELT am Sonntag sprach sich der 74-Jährige deutlich für Jonas Urbig aus. Der 23-Jährige gilt schon länger als designierter Nachfolger von Neuer und soll nach dem Willen von Hoeneß die Chance erhalten, sich dauerhaft als Nummer eins beim Rekordmeister zu etablieren.

Dabei lässt der langjährige Bayern-Macher keinerlei Zweifel an den Fähigkeiten des jungen Schlussmanns aufkommen. Auch einen kostspieligen Transfer eines international etablierten Torhüters hält er offenbar nicht für notwendig.

„Jonas Urbig wird diese Chance bekommen“

Auf die Frage, ob er Urbig den Sprung zur Nummer 1 beim FC Bayern zutraue, antwortete Hoeneß mit einer bemerkenswert deutlichen Ansage. „Ich habe absolut keinen Zweifel daran. Es ist eine sehr kluge Entscheidung. Jonas Urbig wird diese Chance bekommen. Alle beim FC Bayern sind darauf vorbereitet.“

Für Hoeneß bringt der ehemalige Kölner nicht nur die sportlichen Voraussetzungen mit, sondern überzeugt auch abseits des Platzes. „Aufgrund seiner Leistungen auf dem Platz und seines Charakters hat er diese Chance verdient. Dann werden wir sehen, wie es weitergeht. Er hat das Zeug dazu, es zu schaffen.“

Damit stärkt der Ehrenpräsident dem jungen Torhüter öffentlich den Rücken. Gleichzeitig macht er deutlich, dass die Münchner bereit sind, bei der Neuer-Nachfolge auf einen Spieler zu setzen, der bislang noch keine dauerhafte Stammplatz-Erfahrung bei einem europäischen Spitzenklub gesammelt hat.

Hoeneß legt sich bei Urbig fest

Jonas Urbig
Getty Images

Dass Urbig bislang noch nie als unumstrittene Nummer  bei einem Weltklasseverein gespielt hat, sieht Hoeneß nicht als entscheidendes Hindernis.

Vielmehr hält er wenig davon, für einen vermeintlich erfahreneren Nachfolger eine hohe Ablösesumme zu investieren. „Sollen wir also 50 Millionen Euro für einen Torwart ausgeben, nur weil er ein paar Champions-League-Spiele bestritten hat und ein paar Besserwisser das fordern? Auf keinen Fall.“

Mit dieser Aussage erteilt Hoeneß einem teuren Transfer auf der Torhüterposition eine deutliche Absage.

Zuletzt wurde berichtet, dass sich die Bayern mit möglichen Alternativen beziehungsweise Ergänzungen für die kommende Saison beschäftigen. Unter anderem sollen Bernd Leno und Finn Dahmen auf dem Radar der Münchner stehen.

Die Aussagen von Hoeneß unterstreichen allerdings, dass die Verantwortlichen langfristig auf Urbig setzen wollen. Ein erfahrener Neuzugang müsste dabei nicht zwangsläufig die Rolle des künftigen Stammkeepers übernehmen.

Fest steht: Hoeneß möchte dem 23-Jährigen die Gelegenheit geben, in die Fußstapfen von Manuel Neuer zu treten. Ob Urbig dieser enormen Herausforderung tatsächlich gewachsen ist, soll er auf dem Platz beweisen dürfen.

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