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Mit 17 Punkten gehört der Oelsnitzer FC in der Fußball-Erzgebirgsliga zu den ärgsten Verfolgern von Spitzenreiter Concordia Schneeberg. Dass der Tabellendritte nach dem Abstieg aus der Sachsenklasse sofort die Kurve bekommen hat und nur eins der ersten acht Spiele verlor, dürfte vor allem ein Verdienst von Marco Waldenburger sein. Im Sommer hat der 51-Jährige den Trainerposten beim OFC übernommen – und dem Team sofort wieder Selbstvertrauen eingehaucht. Geholfen hat dabei sicherlich die Erfahrung, die Waldenburger mitbringt. Schließlich hat er bereits beim FSV Zwickau auf der Trainerbank gesessen.
Zwar gehörte der Werdauer nicht zum Trainerstab der Regionalliga-Männer, doch können sich auch seine Erfolge mit den Zwickauer A- und B-Junioren sehen lassen. „Zeitweise haben wir in der Regionalliga gespielt“, blickt der Coach zurück auf seine zehn Jahre beim FSV, zu dem ihn David Wagner gelotst hatte. Der damalige Jugend-Trainer und spätere Sportdirektor ist ein guter Freund von Waldenburger. „Aber dann brauchte ich eine neue Herausforderung“, erklärt der ehemalige Stürmer, warum er nach einem weiteren Nachwuchs-Jahr beim FC Erzgebirge Aue schließlich Aufgaben im Männerbereich suchte. Nach Stationen bei Sachsen Werdau und beim Meeraner SV betreute er zuletzt ein Überraschungsteam in der Sachsenklasse West.
Mit dem VfB Schöneck feierte der Trainer den Staffelsieg und damit den Aufstieg in die Sachsenliga, was für ihn aber gleichzeitig den Abschied mit sich brachte. „Dort sind mir die Fahrten zu lang“, sagt Waldenburger, der auch keinen zusätzlichen Trainingsaufwand auf sich nehmen wollte. Aber zwei Übungseinheiten pro Woche sind auch weiterhin machbar. So wie jetzt beim OFC, dessen Mannschaftsleiter Andreas Streit ein Arbeitskollege von Waldenburger ist. Nach dessen Anfrage musste der 51-Jährige nicht lange überlegen. „Das ist eine perfekte Anlage“, sagt der Coach über die Sportarena Hoffeld inklusive Rasen und Kunstrasenplatz. Ähnlich viel Potenzial sieht er in der Mannschaft, in der nach dem Abstieg ein Umbruch vollzogen wurde. „Unser Ziel ist, die vielen guten jungen Spieler weiterzuentwickeln“, betont Waldenburger, für den die Tabelle nur eine untergeordnete Rolle spielt.