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Werder in Noten gegen den BVB: Füllkrugs Tore reichen dieses Mal nicht, Itten zu ungefährlich
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Der SV Werder Bremen hat im DFB-Pokal beim BVB enorm bitter mit 2:3 (0:2) verloren. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten.

Karl Hein: Hatte jeweils noch seine Hände im Spiel, doch konnte die frühen Treffer des BVB nicht mehr verhindern. Schimpfte mehrmals mit den Vorderleuten, weil ihm die Anspieloptionen fehlten. Verhinderte mit einem schmerzhaften Hechtsprung das eigentlich sichere 3:0 des Favoriten (56.), streckte sich dann kurz vor Schluss vergebens. Sah bei Sabitzers Last-Minute-Tor jedoch auch nicht ganz glücklich aus. Daher: Note 4

Werder Bremen in Noten gegen den BVB: Cedric Itten (li.) hatte im DFB-Pokal einen schweren Stand, Joker Niclas Füllkrug (re.) lieferte erneut ab.
Werder Bremen in Noten gegen den BVB: Cedric Itten (li.) hatte im DFB-Pokal einen schweren Stand, Joker Niclas Füllkrug (re.) lieferte erneut ab. © gumzmedia

Werder Bremen in Noten gegen den BVB: SVW-Abwehr fängt sich nach schwacher erster Hälfte

Mick Schmetgens: Rückte durch den Deman-Ausfall überraschend auf die ungewohnte linke Abwehrseite. Hatte vor dem 0:1 Pech, als er die Dortmunder Hereingabe nur um Zentimeter verpasste. Danach erst mit einigen Problemen gegen schnelle Gastgeber, nach dem Seitenwechsel dann immer sattelfester und souveräner. Holte willensstark den Elfmeter heraus. Note 3

Amos Pieper: Dortmunds Guirassy hielt ihn mächtig auf Trab, der Bremer Verteidiger hatte mehrmals Mühe, sich zu behaupten. Handelte sich auch eine Gelbe Karte nach Foul am BVB-Stürmer ein. Erst als Werder in Halbzeit zwei mehr Entlastung gelang, sah es auch im Abwehrzentrum souveräner aus. Note 3,5

Marco Friedl: Im ersten Abschnitt wie die Kollegen nicht immer auf der Höhe, doch auch der Kapitän legte merklich nach den personellen Veränderungen zu. Koordinierte die Bremer Defensive fortan umsichtig. Note 3,5

Arthur: Zu Beginn direkt zweimal nach starken Pässen der Gastgeber überlaufen, aus einer Szene resultierte der schnelle Rückstand. Kurz darauf auf verlorenem Posten in einem Kopfballduell mit Bellingham, aus dem das 0:2 resultierte. Bekam die Ungenauigkeiten nie ganz aus seinem Spiel. Note 4

Eren Dinkci und Dariusz Stalmach unauffällig: Werder Bremen in Noten gegen den BVB

Youri Regeer: Nach einer halben Stunde sackte Werders Zweikampfquote unter die 30-Prozent-Marke – was keineswegs allein am Niederländer lag, aber verdeutlicht, wie wenig seine Qualitäten lange zum Tragen kamen. Rückte nach der Lynen-Hereinnahme weiter nach vorne, wo er dann einige wertvolle Impulse sendete. Note 3

Dariusz Stalmach (bis 59.): Begann anstelle von Ludovit Reis im Bremer Mittelfeld und erhielt somit auch den Vorzug vor Senne Lynen. Allzu auffällig agierte der Pole jedoch nicht. Dass er bei Werders Vierfachwechsel nach einer Stunde den Platz verließ, verwunderte nicht. Note 4,5

Chuki: Legte in der Anfangsphase bei einem Durchbrach stark in den Rückraum ab – nur stand dort kein Abnehmer. Ansonsten hatte der Spanier lange seine liebe Mühe, weil ihm die Gegenspieler bei Ballbesitz nur wenig Raum zum Atmen ließen. Erst später wieder auffälliger. Note 3,5

Eren Dinkci (bis 59.): Erhielt dieses Mal wieder den Vorzug vor Mitchell Weiser, vor dem 0:1 jedoch direkt viel zu zurückhaltend in der Rückwärtsbewegung. Fiel auch danach kaum auf, seine Stärken blitzten kurzfristig bei einem Pass auf Grüll (33.) und einem Konter nach der Pause (51.) auf. Note 5

Marco Grüll (bis 59.): Hatte defensiv einige Probleme mit dem umtriebigen Ryerson. Nach vorne mit ein paar spielfreudigen Ansätzen, die aber wenig Wirkung zeigten. Gab den ersten halbwegs gefährlichen Bremer Torschuss ab (28.) – und auch den zweiten (33.). Ansonsten ein unauffälligeres Spiel des Österreichers. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen den BVB: Cedric Itten unglücklich, Joker um Niclas Füllkrug stark

Cedric Itten (bis 59.): Vertrat Niclas Füllkrug im Sturm und durfte erstmals im Werder-Trikot als Teil der Startelf ran. Als Stellvertreter des Toptorjägers brachte er sich jedoch nicht wirklich nachhaltig in Position. Torgefahr ging vom Schweizer kaum aus, hatte insgesamt einen schweren Stand gegen die gute Dortmunder Defensive. Zwei letztlich ungefährliche Kopfbälle schafften es in die Statistik (37./50.). Note 5

Niclas Füllkrug (ab 59.): Kam und – klar – traf erst direkt per Strafstoß (65.) und dann mit einem abgezockten Flachschuss zum Ausgleich (68.).  Wäre beinahe wieder Werders Matchwinner geworden. Note 1

Mitchell Weiser (ab 59.): Beschäftigte vom ersten Moment an den Gegner und hatte die Riesenchance zum 3:2 (75.). Note 2,5

Ludovit Reis (ab 59.): Erhöhte Werders Präsenz sowie Griffigkeit im Mittelfeld schlagartig und bewies, dass er aktuell unverzichtbar ist. Note 1,5

Senne Lynen (ab 59.): Gab sein ersehntes Comeback, agierte zunächst solide – und verursachte dann den Freistoß, der in der Nachspielzeit zur Niederlage führte. Note 4

Weiter mit der Aufstellung:

Werder Bremen-Aufstellung beim BVB: Pokal-Startelf mit Überraschung

Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune gegen Borussia Dortmund auf den Rasen? So sieht die Aufstellung des SV Werder Bremen aus!

Update vom 27. Oktober (19.45 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da – es gibt mehrere Änderungen, Niclas Füllkrug sitzt auf der Bank, Dariusz Stalmach beginnt! Die ganze Startelf findet Ihr hier im Liveticker zum DFB-Pokal-Spiel des SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund!

Bremen – Geht es um seine Startelf, war Daniel Thioune in den vergangenen Wochen nicht gerade experimentierfreudig unterwegs. Im Gegenteil: Personelle Veränderungen hat der Cheftrainer des SV Werder Bremen nur in homöopathischer Dosis vorgenommen – in den vergangenen sechs Spielen gab es nämlich lediglich eine (Mitchell Weiser ersetzte Eren Dinkci in Mainz). Vor dem DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund (Dienstag, 20.45 Uhr/DeichStube-Liveticker) wird sich Thiounes Vorgehen ändern. „Ich werde rotieren müssen und will es auch tun“, kündigte der 52-Jährige an. Los geht es damit vermutlich bereits im Tor.

Mit Alexander Schlager (links) und Cedric Itten in der Startelf? So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen für das DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund aussehen!
Mit Alexander Schlager (links) und Cedric Itten in der Startelf? So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen für das DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund aussehen! © gumzmedia

Werder Bremens Aufstellung gegen Borussia Dortmund: Alexander Schlager dürfte gegen den BVB im Bremer Tor stehen

Dort spricht einiges dafür, dass Werder Bremen wie schon in der ersten Pokalrunde mit Ersatzkeeper Alexander Schlager startet. War Stammkraft Karl Hein beim Pokalauftakt gegen Lüneburg (3:0) noch verletzt, könnte Schlager nun als Belohnung für gute Trainingsarbeit und professionelles Auftreten den Vorzug in Dortmund erhalten und damit in der Startelf stehen. Mit seinen jüngsten Aussagen hat Daniel Thioune dem österreichischen Nationalkeeper jedenfalls Hoffnungen gemacht. „Wer gegen Argentinien und Spanien im Tor stehen kann, der kann auch bei Borussia Dortmund im Tor stehen“, sagte der Coach.

Ob auch die Defensivreihe des SV Werder Bremen umgebaut wird, hängt stark von der Frage ab, ob Olivier Deman gegen den BVB einsatzfähig ist oder nicht. In Mainz hatte der Belgier zur Pause angeschlagen in der Kabine bleiben müssen. Fällt Deman aus, wird Arthur erneut auf der linken Seite verteidigen, Mick Schmetgens dafür rechts in der Bremer Aufstellung. Das etablierte Innenverteidiger-Duo Marco Friedl/Amos Pieper dürfte weiterhin gesetzt sein, ebenso wie Ludovit Reis und Youri Regeer vor der Abwehr. Für den wiedergenesenen Senne Lynen könnte die Startelf gegen Borussia Dortmund hingegen noch zu früh kommen.

Werder Bremens Aufstellung gegen Borussia Dortmund: Cedric Itten könnte gegen den BVB sein Startelf-Debüt feiern

In Sachen Offensive dürfte Daniel Thioune auch beim BVB einmal mehr Chuki auf der Zehnerposition und Dauerbrenner Marco Grüll auf dem linken Flügel vertrauen. Rechts in der Aufstellung des SV Werder Bremen könnte derweil Dinkci für Weiser zurückkehren. Dass der Routinier nach überstandenem Kreuzbandriss direkt in eine englische Woche geworfen wird – äußerst fraglich. „Bei Mitchell war der sukzessive Aufbau sehr gut. Ich habe in Mainz das Gefühl gehabt, dass er nach der Pause schnell müde wurde. Wir müssen uns die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, ihn innerhalb von vier Tagen zweimal auf den Platz zu schicken“, sagte Thioune.

Bleibt die Personalie Niclas Füllkrug. Werders Top-Torjäger hatte in Mainz selbst eine Auszeit ins Spiel gebracht. „Wir werden definitiv eine richtig gute Mannschaft in Dortmund auf dem Platz haben, aber da muss ich nicht immer dazugehören. Wir haben auch andere Spieler, die es verdient haben.“ Erster Anwärter für den Posten des Füllkrug-Vertreters ist Cedric Itten. Daniel Thioune klang zuletzt danach, als könnte der Schweizer gegen den BVB (live im TV) tatsächlich erstmals überhaupt für Werder Bremen in der Startelf stehen. „Niclas Qualität ist gerade exorbitant hoch. Er ist nicht zu ersetzen für uns“, sagte der 52-Jährige – hielt aber auch fest: „Gleichzeitig müssen wir aber darüber nachdenken, ob man ihn nicht durch einen anderen Spieler kompensiert. Fakt ist, dass wir das Risiko minimieren wollen, dass uns Niclas in Zukunft aufgrund einer Überlastung ausfällt.“ (dco)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen für das DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund aussehen!
So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen für das DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund aussehen! © DeichStube/meineaufstellung.de

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