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Djokovic in Basel: Tennisstar freut sich über Wahlsieg der Studierenden in Serbien
  • Novak Djokovic (39) startet nach 15 Jahren wieder an den Swiss Indoors in Basel.
  • In Basel kann er mit dem 103. ATP-Titel Roger Federers Rekord egalisieren.
  • Zur Wahlniederlage von Aleksandar Vucic in Serbien sagt er, er sei zufrieden und zolle den Studierenden Respekt.

In Serbien sorgte am Wochenende die Niederlage des ehemaligen Präsidenten Aleksandar Vucic und seiner politischen Bewegung bei der Parlamentswahl für einen historischen Einschnitt nach 14 Jahren politischer Dominanz.

Als Sieger aus den vorgezogenen Parlamentswahlen geht die Studentenbewegung, die eine Liste ohne Spitzenkandidaten aufgestellt hatte und in der Vergangenheit bereits öfter öffentliche Sympathiebekundungen Novak Djokovics bekam. Im Rahmen der Swiss Indoors äusserte sich der Tennis-Superstar nun erstmals zu den jüngsten politischen Entwicklungen in seinem Heimatland, dem er bezüglich seines Wohnortes auch wegen Vucic den Rücken kehrte.

Djokovic freut sich über Wahlergebnisse in Serbien

«Ja, ich bin zufrieden mit den Wahlen», sagt Djokovic, als ihn 20 Minuten in Basel auf die serbischen Parlamentswahlen anspricht. «Ich freue mich sehr darüber und zolle den Studierenden und jungen Menschen meinen tiefsten Respekt. Sie haben in den vergangenen zwei Jahren unter enormem Druck gekämpft, Würde bewiesen und unglaubliche Widerstandskraft gezeigt», erklärt der 39-Jährige.

Djokovic sagt, er habe grossen Respekt vor dem, was die Studierenden in Serbien erreicht und wie sie sich verhalten haben. «Es ist ihnen gelungen, bei allen Menschen – nicht nur in Serbien, sondern auch im Ausland – ein Gefühl des Stolzes zu erzeugen. Der Sieg ist errungen, und wir alle hoffen nun, dass unser Land aufblühen wird und wir die Zukunft geniessen können.»

Lobende Worte für die Schweiz

Nach 15 Jahren kehrt der 24-fache Grand-Slam-Champion wieder zurück ans Basler Hallenturnier, wo er zwischen 2009 und 2011 dreimal in Folge teilnahm und dabei einmal den Titel gewinnen konnte. Weil das Showturnier «Six Kings Slam» in Saudiarabien wegen politischer Unruhen im Land verschoben wurde und Djokovic noch dringend Ranglistenpunkte für die ATP-Finals braucht, entschied er sich kurzfristig für die Reise ans Rheinknie.

«In den vergangenen Wochen habe ich gut trainiert und freue mich darauf, in die Schweiz zurückzukehren», erläutert der statistisch beste Tennisspieler der Geschichte gemessen an Major-Titeln. 2024 und 2025 nahm Djokovic jeweils beim ATP-250-Turnier in Genf teil, wo der Serbe laut eigener Aussage «grossartige» Momente erlebte.

«Die Menschen hier kennen sich aus, haben Leidenschaft für Tennis und unterstützen ihn. Es ist grossartig, in einem Land zu sein, das Tennis wirklich liebt», schwärmt Djokovic mit Verweis auf die grossen Verdienste von Roger Federer, Stan Wawrinka und Martina Hingis. Die drei Legenden des Sports hätten die Schweiz zu einem der wichtigsten Länder auf der Tennisweltkarte gemacht. Nun freue er sich selbst darauf, wieder hier in Basel auf den Platz gehen zu können.

Florian Gnägi

Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.

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