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Das Abwehrverhalten des FC Bayern und die Umtriebigkeit von Starstürmer Harry Kane auch in der Defensive geben Bundestrainer Jürgen Klopp Rätsel auf.
In der Halbzeitpause des Champions-League-Spiels zwischen dem FCB und dem englischen Meister FC Arsenal war Klopp beim Stand von 1:1 zum Interview bei DAZN. Gefragt, wie er das Spiel verfolge, ob "normal" oder mit speziellem Fokus auf die Leistungen der deutschen Nationalspieler, antwortete Klopp, er habe "schon vor Jahren aufgehört, ein Fußballspiel 'normal' zu verfolgen."
Er führte mit Blick auf die Leistung der Bayern aus: "Ich hab bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht und will mich weiterbilden. Mal hybrid. Mal gegen den Mann, dann nicht gegen den Mann. Dann im Raum. Ich bin immer noch am Lernen, sagen wir es mal so."
Dann schlug Klopp eine Brücke zu Harry Kane, der in den ersten 45 Minuten tatsächlich noch mehr als gewohnt in zurückgezogener Position agiert hatte. Klopp wunderte sich: "Sie haben gerade gesagt: 'Harry Kane ist heute überall.' Das finde ich mit Ball völlig in Ordnung. Aber wenn ich Harry Kane in der letzten Linie stehen sehe und zwar nicht im tiefen Block, sondern im Mittelfeldpressing, dann..."
Weiter führte er den Gedanken nicht aus, meinte jedoch auch: "Aber ich bin nicht der Papst des Fußballs, alle dürfen machen, was sie wollen. Aber abschließend dahinter gestiegen bin ich immer noch nicht."
In einem ausgeglichenen Spiel mit vielen Strafraumszenen ging Arsenal durch den für den verletzten Bukayo Saka eingewechselte Eberechi Eze in der 25. Minute in Führung. Das Hauptproblem beim Gegentor sei laut Klopp gewesen, dass es "keinen Druck auf den Ball gegeben habe" und Vorlagengeber Martin Ödegaard am Mittelkreis so den starken Steilpass auf den startenden Eze spielen konnte.
Das 1:1 fiel schließlich nach einem Traumpass Kanes aus dem Mittelfeld auf Alphonso Davies. Der Kanadier ließ Arsenal-Keeper David Raya mit einem Flachschuss ins lange Eck keine Chance (35.).