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HSV scheidet gegen Eintracht Frankfurt in der zweiten Pokal-Runde aus

Die Partie im Volkspark kam lange ohne Highlights aus und die Zuschauer mussten Geduld mitbringen, ehe das Spiel Fahrt aufnahm. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe die Gastgeber die erste Torchance der Partie hatten. Albert Grönbaek setzte Zakira El Ouahdi in Szene, der wuchtig mit rechts abzog. Noah Atubolu im Frankfurter Tor brachte die Fingerspitzen noch dran, sodass der Ball knapp über die Latte rauschte.

Fünf Minuten später hatte Grönbaek die größte Chance des ersten Durchgangs. Sambi Lokonga spielte einen starken Steckpass zentral an die Strafraumgrenze, wo sich der Däne energisch gegen zwei Frankfurter durchsetzte. Im Fallen spitzelt Grönbaek den Ball mit der Pike aufs Tor, verfehlte den rechten Pfosten allerdings haarscharf.

HSV fordert Elfmeter

In der 35. Minute forderten die Fans der "Rothosen" einen Strafstoß. El Ouahdi wurde im Strafraum von Robin Koch gelegt, doch Schiedsrichter Tobias Stieler ließ die Partie weiterlaufen. Eine strittige Situation, die zu Pfiffen gegen den Unparteiischen und Empörung bei HSV-Trainer Merlin Polzin führte.

In der Halbzeit füllte sich das Verletztenlazarett der Hamburger weiter. Neben Fabio Vieira, Bilal Nadir und Yussuf Poulsen, die vor der Partie verletzt ausfielen, gesellte sich nun auch Abwehrchef Sebastiaan Bornauw hinzu, der verletzt ausgewechselt werden musste. Der erst 18 Jahre alte Jason Bissi-Mouelle kam für ihn in die Partie, was die Statik der HSV-Abwehr merklich veränderte - nicht zum Positiven für die Norddeutschen.

Hamburger Abwehr wackelt ohne Bornauw

In der 56. Minute bekamen die Gastgeber einen Ball nach einer Ecke nicht final geklärt. Can Uzun schlug eine butterweiche Flanke auf Jonathan Burkhardt, der mit dem Kopf auf Koch ablegte. Der Abwehrspieler musste aus kurzer Distanz nur noch einnicken und erzielte das 1:0 für die Hessen.

Der HSV war nicht lange geschockt und hätte sieben Minuten später den Ausgleich erzielen müssen. Frankfurts Schlussmann Atubolu verschätzte sich bei einer Hereingabe und segelte unter dem Ball hindurch. Am zweiten Pfosten lauerte Terem Moffi, der vollkommen frei stehend den Ball am verwaisten Gehäuse vorbei köpfte. Ein dicke Chance, der die "Rothosen" noch hinterhertrauern sollten.

Frankfurt schlägt eiskalt zu

Denn in der 71. Minuten erzielten die Hessen das 2:0. Nationalstürmer Burkardt reagierte im Strafraum nach einer Hereingabe technisch versiert und gedankenschnell und ließ die mitgereisten Fans im Gästeblock jubeln und den Rest des Stadions verstummen. Vier Minuten später besorgte Younes Ebnoutalib nach Vorarbeit von Uzun das 3:0 für die effizienten Gäste, die vor dem gegnerischen Tor eiskalt zuschlugen.

Die Entscheidung? Noch nicht, denn Moffi hielt die Hamburger am Leben. In der 79. Minute erzielte der Nigerianer das 1:3 aus Sicht der Norddeutschen, im Volkspark machte sich wieder Hoffnung breit. Doch mehr als der Anschluss wollte den Hansestädtern an den Abend nicht mehr gelingen. Am Ende stand eine verdiente Niederlage gegen effiziente Hessen.

Ende

Aufstellung

S. Tangvik - W. Omari, S. Bornauw (46. J. Bissi-Mouelle), S. Nandja - D. Møller Wolfe, M. Muheim (74. P. Daka), A. Lokonga (73. K. Amoako), Z. El Ouahdi - A. Grønbæk (73. O. Stange), M. Adeline - T. Moffi (82. A. Røssing-Lelesiit)

N. Atubolu - E. Baum, R. Koch, J. Maluze, N. Collins (49. K. Kosugi) - M. Götze (72. N. Aséko), R. Onyedika - F. Chaïbi, C. Uzun, R. Dōan (90. +1 L. Arrhov) - J. Burkardt (72. Y. Ebnoutalib)

Tore

  • 0:1 R. Koch (56.)
  • 0:2 J. Burkardt (71.)
  • 0:3 Y. Ebnoutalib (75.)
  • 1:3 T. Moffi (79.)

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