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Welche BVB-Startelf bringt Niko Kovac im Klassiker? Vor der Partie gegen den FC Bayern erklärte der Trainer, dass ein Spieler sehr wichtig wird.
Dortmund – Borussia Dortmund steht vor dem wichtigsten Spiel und damit wohl auch vor der entscheidendsten Aufstellung der bisherigen Saison. Niko Kovac ließ sich auf der BVB-PK vor dem Topspiel gegen den FC Bayern nicht in die Karten schauen – trotzdem gab er vor dem Gastspiel des punktgleichen Tabellenzweiten beim Ersten aus München Hinweise.
Dass Gregor Kobel am Samstag (31. Oktober) um 18.30 Uhr im Tor steht, überrascht niemanden. Neu ist aber, dass der BVB-Trainer ihn vor der Partie explizit in die Pflicht nimmt.
„Wir brauchen einen richtig guten Torhüter, denn Bayern spielt sich sehr viele Chancen heraus“, sagte Kovac auf der PK und liefert damit wohl eine Extra-Motivation für Kobel.
Bisher spielt der Schweizer ohnehin eine tadellose Saison. Borussias Nummer 1 leistete sich keinen groben Patzer und hielt bereits in fünf Pflichtpartien die Null fest.
Die Positionen vor dem 28-Jährigen sind umkämpfter. In der Innenverteidigung sind Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck sicher gesetzt. Daneben konkurrieren Joane Gadou und Ramy Bensebaini um die Startelf – jetzt mit klaren Vorteilen für Gadou.
„Ich hoffe, dass er sich in den nächsten drei, vier Tagen so erholt hat, dass er am Samstag Gas geben kann“, sagte Kovac zu RUHR24 auf die Nachfrage, welchen Wert Gadou als Defensivwaffe für den BVB und gegen den FCB habe.
Der Hintergrund: Gadou ersprintete in der Borussia-Abwehr schon einige gefährliche Konter und verhinderte Riesenchancen oder Gegentore. Gerade gegen die schnelle Offensive des Rekordmeisters könnte das Tempo des 18-Jährigen (Spitzenwert 36,55 km/h) einen Unterschied machen.
Vor der Dreierkette beflügeln höchstwahrscheinlich Julian Ryerson und Daniel Svensson die Schienenpositionen. Ersterer hat ohnehin wenig Konkurrenz. Zweiteren lobte Kovac für seine vergangenen Duelle Bayerns Offensivstar: „Daniel hat es in den letzten Spielen gegen Olise gut gemacht.“
Im Zentrum hat Kovac nach einer starken ersten Halbzeit beim BVB-Sieg über Bremen wenig Grund für Änderungen. Der 55-Jährige bot gleich vier nominelle zentrale Mittelfeldspieler auf: Joey Veerman und Felix Nmecha bekleideten die Doppelsechs – davor spielten Jobe Bellingham und Carney Chukwuemeka auf zwei offensiveren Halbpositionen.
Mit diesem Personal zeigte sich Schwarzgelb im Pressing und Gegenpressing deutlich verbessert. Vor der kommenden Aufgabe lobte Kovac zudem Taktgeber Veerman: „Er strahlt große Präsenz aus und kann helfen, den Druck der Bayern zu überspielen.“
Trotzdem dürfte die Aufstellung für Samstag zumindest auf einer der vier Positionen anders aussehen. Der vom Trainer auserkorene BVB-Unterschiedsspieler Chukwuemeka hat laut Kovac noch nicht die Kraft für 90 Minuten. Nach dem kräftezehrenden Pokalspiel gegen Bremen könnte ihn der formstarke Maximilian Beier ersetzen.
Konstantinos Karetsas scheint hingegen noch keine Alternative für einen Startelfeinsatz zu sein. „Der Plan ist, dass er morgen (30. Oktober, Anm. d. Red.) – sofern nichts Negatives nach diesem Training auftritt – voll mit der Mannschaft mittrainiert. Dann werden wir morgen die Entscheidung treffen, inwieweit er bereit ist, den Weg nach München mitzumachen“, erklärte Kovac.
Dass der griechische Neuzugang mit nur einer vorherigen Einheit hinter dem gesetzten Serhou Guirassy startet, ist unwahrscheinlich. Ein Joker-Einsatz dürfte Karetsas – wenn er mitfährt – aber sicher bekommen.
RUHR24 tippt auf folgende BVB-Aufstellung gegen den FC Bayern: Kobel – Gadou, Anton, Schlotterbeck – Ryerson, Veerman, Nmecha, Svensson – Bellingham, Beier – Guirassy