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Jürgen Klopp hat mit seinen Aussagen über die Spielweise des FC Bayern für Diskussionen gesorgt. TV-Legende Marcel Reif sieht das Ganze kritisch.
Der langjährige Kommentator machte deutlich, dass er Klopps Vorgehensweise nicht unbedingt nachvollziehen kann.
„Wir leben ja zum Glück in einem Land, in dem der Bundestrainer sagen kann, was er möchte“, stellte Reif bei „Bild“ zunächst klar. Dennoch hält er es für diskussionswürdig, wenn sich der Trainer der deutschen Nationalmannschaft während eines laufenden Spiels öffentlich über die taktische Ausrichtung eines Vereinstrainers wundert: „Das muss jeder für sich selber bewerten. Ich würde es nicht machen.“
Gleichzeitig zeigte Reif auch Verständnis für die direkte Art: „Auf der anderen Seite wollen wir ja authentisches und offenes Hören. Er redet nicht um den heißen Brei herum.“
Klopp hatte bei Bayerns Champions-League-Duell gegen den FC Arsenal (2:2) öffentlich Zweifel an der taktischen Ausrichtung der Münchner geäußert. „Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Aber ich will mich einfach weiterbilden“, erklärte der 59-Jährige bei Dazn.
Vor allem die ungewöhnliche Rolle von Harry Kane sorgte bei ihm für Verwunderung. Der Engländer ließ sich immer wieder weit zurückfallen und übernahm auch gegen den Ball Aufgaben, die man von einem klassischen Mittelstürmer eher selten sieht.
„Das finde ich mit Ball in Ordnung, aber gegen den Ball… Wenn ich Harry Kane in der letzten Linie sehe, und zwar nicht im tiefen Block, sondern im Mittelfeldpressing… Ich bin nicht Papst des Fußballs, alle dürfen machen, was sie wollen, aber abschließend dahinter gestiegen bin ich nicht“, sagte Klopp.
Bayern-Coach Vincent Kompany wollte die Aussagen seines Kollegen nach dem Spiel nicht kommentieren.
Von Vjekoslav Keskic