Zurück
Erstmals seit drei Jahren steht wieder ein Schweizer im Viertelfinal der Swiss Indoors. Der Aargauer Tennisspieler kämpft gegen den haushohen Favoriten über drei Sätze – und schreibt tief in der Nacht Tennisgeschichte.
An den Swiss Indoors steht erstmals seit drei Jahren ein Schweizer in den Viertelfinals. Der Aargauer Jéröme Kym (ATP 222) schafft dies mit einem 6:3, 6:7, 7:6-Sieg gegen die Weltnummer 4 Ben Shelton.
Kym muss sich den Exploit regelrecht erdauern. Eine erste grosse Chance verpasst Kym im zweiten Satz, als er bei 0:40 drei Breakchancenfür eine 4:2-Führung nicht nutzen kann. Der 23-jährige Fricktaler lässt sich davon jedoch nicht beirren. Beim Stand von 5:4 und 30:30 steht er zwei Punkte vor dem Matchgewinn, doch Shelton befreit sich mit zwei Aufschlagwinnern aus der heiklen Lage. Gleiches gelingt ihm bei 6:5.
Selbst das nach 2:0-Führung verlorene Tiebreak bringt Kym nicht vom Weg ab. Im Entscheidungssatz geht er früh mit zwei Breaks in Führung, und die braucht er auch, da er bei 5:2 erstmals seinen Aufschlag abgibt - und bei 5:4 gleich noch einmal.
Am Ende gewinnt er aber das finale Tiebreak und kommt zum grössten Erfolg seiner Karriere - nach 2:20 Stunden um 0:39 Uhr in der Früh in einer mittlerweile deutlich geleerten, aber nicht minder vibrierenden und lautstarken Halle. Der Aargauer hatte nie zuvor einen Gegner aus den Top 30 der Weltrangliste bezwungen. Nun steht er als erster Schweizer seit Dominic Stricker 2023 in den Viertelfinals. Dort trifft er am Freitagabend auf den Wawrinka-Bezwinger Jiri Lehecka (ATP 21). (sda/bearbeitet von nap)