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Gegner von Rot-Weiss Essen im DFB-Pokal: Warum der Verein RB Leipzig eine Schande für die DFL ist

RWE-Gegner im DFB-Pokal: Warum der Verein RB Leipzig eine Schande für die DFL ist

Große Verletzungssorgen plagen Rot-Weiss Essen vor dem DFB-Pokal-Spiel am Dienstagabend (18 Uhr) gegen Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig. Vor dem 1:0-Sieg gegen Jahn Regensburg verletzten sich Semir Telalovic und Marvin Obuz schwer, während des Spiels auch Jaka Cuber Potocnik. Bangen muss RWE nun auch um Stürmer Marek Janssen (Info kam nach Aufzeichnung des Talks). Gemeinsam mit unserem Studiogast Sven Meyering vom bekannten RWE-Fanportal "jawattdenn" analysieren wir im RWE-Talk "vonne Hafenstraße - Inside RWE" die Essener Personallage. Meyering äußert sich in einem emotionalen Statement zudem sehr klar und deutlich zum Thema RB Leipzig.© FUNKE Foto & Video

Rot-Weiss Essen gegen RB Leipzig, Traditions- gegen Kommerz-Klub: Die Unterschiede zwischen den beiden Klubs, die am Dienstagabend (18 Uhr, Sky) im DFB-Pokal aufeinandertreffen, sind gewaltig und das nicht nur auf sportlicher Ebene. Dass der Bundesligist als inzwischen etablierter Champions-League-Teilnehmer als haushoher Favorit beim ambitionierten Drittligisten ins Rennen geht, ist aber nicht der Hauptgrund für die verhaltene Vorfreude im RWE-Lager auf diese Partie.

Rot-Weiss Essen mit letztem Aufgebot gegen Leipzig: Warum das Konstrukt RB eine Schande ist

Vonne Hafenstraße - Inside RWE

Denn Spiele gegen RB Leipzig stehen in der Regel im Zeichen des Protests gegen den Gegner. Das mit Millionen aufgepumpte Marketingkonstrukt aus Leipzig existiert nur, weil ein milliardenschwerer Getränkekonzern aus Österreich seine Marke bewerben will. Dabei werden die Vorgaben von DFB und DFL seit der Vereinsgründung im Jahr 2009 umschifft, insbesondere die 50+1-Regel, die verhindern soll, dass externe Investoren oder Unternehmen die alleinige Kontrolle über einen Fußballverein übernehmen.

Rot-Weiss Essen: Gegner RB Leipzig trickst die 50+1-Regel aus

Genau darüber echauffiert sich der Gast unseres RWE-Talks „vonne Hafenstraße - Inside RWE.“ Sven Meyering vom bekannten RWE-Fanportal „jawattdenn“ ist dabei nicht nur RB Leipzig ein Dorn im Auge. „Im deutschen Fußball gibt es Ausnahmen von der 50+1-Regel und das sind schon lange Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg“, sagt er. „Das sind die Werksklubs, Bayer und VW stehen hinter Leverkusen und Wolfsburg. Denen hat man das erlaubt, weil sie Bestandsschutz hatten, wie man das gesagt hat. Und dann gab es noch die TSG Hoffenheim mit Investor Dietmar Hopp. Gerade Leverkusen und Wolfsburg sind konzerngeführt, da hat die Mitgliederversammlung nicht viel zu melden. Der VfL Wolfsburg ist eine Geldverbrennungsmaschine sondergleichen, da wird seit Jahren katastrophal schlecht gearbeitet. Nach dem Abstieg hat der VfL mehr eingekauft als der Rest der Liga zusammen.“

RB Leipzig ist am Dienstagabend zu Gast bei Rot-Weiss Essen.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Doch das sei im Vergleich zum kommenden RWE-Gegner, den die Essener zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren im DFB-Pokal empfangen, noch harmlos. „Red Bull Leipzig ist die Krönung des Ganzen“, betont Meyering. „Das ist ein Verein, der nichts davon verkörpert, was die anderen verkörpern, um eine Ausnahme zu machen.

RWE-Gegner RB Leipzig: Mitarbeiter des Konzerns entscheiden über den Klub

Im Jahr 2009 wurde RB Leipzig gegründet. Der heutige Dauerteilnehmer in der Champions League durfte nach dem Kauf einer Lizenz in der Oberliga starten und marschierte dank der Millionen des Brauseunternehmens sehr schnell nach oben. Trotz regelmäßiger Proteste wurde es Red Bull gestattet, die 50+1-Regel zu umgehen.

Meyering erklärt die Methode von RB Leipzig: „Dieser Verein ist offiziell eigenständig und mitgliedergeführt. Das Thema ist, dass bei RB Leipzig 15 oder 16 Mitarbeiter des Konzerns die Mitglieder sind, die über die Geschicke des Vereins bestimmen. Das heißt, dass andere Mitglieder nichts zu sagen haben. Die 1300 Mitglieder, die der Verein hat, sind sogenannte Fördermitglieder, die enorme Summen für ihre Mitgliedschaft zahlen. Damit trickst RB Leipzig 50+1 komplett aus. Dieser Verein ist somit zu 100 Prozent vom Konzern geführt, auf dem Papier allerdings von den Mitgliedern.“

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Beim letzten Leipziger Gastspiel in Essen gab es einen Fanmarsch, dieses Mal sind erneut Proteste im Stadion geplant. Für unseren Talk-Gast ist das ein gerechtfertigter Protest: „Wenn Fans dagegen Sturm laufen, friedlich wohlgemerkt, dann ist das vollkommen korrekt. Da sollte man nichts relativieren. Das ist ein unfairer Wettbewerbsvorteil im Quadrat. So etwas darf nicht sein und das ist eine Schande für die DFL, dass es diesen Verein gibt.“

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Bei „Vonne Hafenstraße – Inside RWE“ nehmen wir die wichtigste Szene des jüngsten Spiels von Rot-Weiss Essen unter die Lupe, diskutieren die aktuellen Entwicklungen rund um den Verein und sprechen darüber, was passieren muss, damit RWE das nächste Spiel gewinnt.

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