Zurück
Der VfL Bochum ist noch ohne Heimsieg, der FSV Mainz 05 auswärts bislang makellos: Der Ausgang im Ruhrstadion schien programmiert. Doch es kommt anders.
Die Auswärtsspezialisten vom FSV Mainz 05 sind in der zweiten Runde des DFB-Pokals überraschend zu Fall gekommen. Beim Zweitligisten VfL Bochum verloren die Rheinhessen erstmals nach saisonübergreifend sechs Siegen auf fremdem Platz 0:2 (0:0). Der Außenseiter Bochum erkämpfte sich mit großem Einsatz dagegen seinen ersten Heimsieg überhaupt in der aktuellen Spielzeit.
Damit verabschiedeten sich die ersten Bundesligisten aus dem diesjährigen Pokalwettbewerb. Im Bundesliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und Eintracht Frankfurt zogen die Hanseaten mit 1:3 den Kürzeren. In der ersten Runde hatten alle Bundesliga-Klubs ihre Hürden gemeistert.
In Bochum traft Christian Rasmussen (46.) in einem Spiel, das keinen Klassenunterschied erkennen ließ, zur Bochumer Führung. Stürmer Philipp Hofmann legte nach (75.). Der VfL feierte damit auch eine kleine Revanche: Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams besiegelte Mainz mit einem 4:1-Erfolg den siebten Bundesliga-Abstieg der Bochumer. Der Favorit verpasst derweil zum bereits vierten Mal in Serie das Pokal-Achtelfinale.
„Ob zuhause oder auswärts, es gilt, Leistung zu bringen und die Basics abzurufen. Gerade im Pokal gegen Bochum“, hatte Mainz-Coach Urs Fischer vor dem Spiel gewarnt. Die klaren Serien beider Teams bekräftigten den Favoritenstatus seiner Mannschaft.
Doch beim Pokalfinalisten von 1968 und 1988 tat sich der Bundesligist sichtlich schwer. Nach dem ausgeglichenen ersten Durchgang sorgte Rasmussen für Bochumer Jubel im sich im Umbau befindlichen Ruhrstadion an der Castroper Straße. Bei seinem Abschluss hatte er das nötige Quäntchen Glück: Mainz-Stratege Kaishu Sano fälschte den Ball unhaltbar ab.
Eine wütende Reaktion des FSV blieb aus, Fischer versuchte mit einem Dreifachwechsel für Schwung zu sorgen. Stattdessen konterte Bochum: Hofmann musste nach einem Querpass von Jarne Steuckers nur noch einschieben – und sorgte für Partystimmung im Ruhrgebiet.