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Niclas Füllkrug hat bei Werder Bremens 3:2-Sieg im Bundesligaspiel bei Mainz 05 nicht nur einen Doppelpack geschnürt, sondern auch abseits des rein sportlichen Geschehens zweimal für Wirbel gesorgt.
Nach Abpfiff der Partie am Samstagnachmittag war der in Minute 81 ausgewechselte Füllkrug zunächst freudestrahlend zum Jubeln mit seinen Teamkollegen auf den Rasen gegangen. Doch plötzlich wich das Strahlen im Gesicht des Stürmers einem bösen Blick und es entwickelte sich ein hitziges Wortgefecht mit dem Mainzer Nadiem Amiri. Kurzzeitig standen die beiden deutschen Nationalspieler wütend Kopf an Kopf. Werders Mittelfeldmann Youri Regeer musste sogar dazwischen gehen und das Duo voneinander trennen.
"Amiri war nicht ganz so respektvoll zu meinem Mitspieler", klärte Füllkrug später im DAZN-Interview auf. "Dann habe ich ihm gesagt, dass er den Ball flach halten soll."
Amiri, der im Gegensatz zu Füllkrug für die ersten Länderspiele unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp nominiert worden war, meinte derweil bei Sky: "Alles gut. Ich kenne Fülle ja vom DFB. Mir sind von Anfang an ein paar Sachen im Spiel auf den Sack gegangen. Nach einem Foul gegen Danny da Costa wollte Füllkrug sich nicht entschuldigen. Da war ich schon ein bisschen sauer." Der Mainzer Mittelfeldspieler weiter: "So ist Fußball. Wir verstehen uns, es sind aber ein paar Beleidigungen gefallen. Aber kein Stress."
Bei der deutschen Nationalmannschaft trafen Amiri und Füllkrug bisher übrigens erst einmal aufeinander, als sie für die WM-Qualifikationsspiele im September 2025 gemeinsam nominiert waren. Der Werder-Rückkehrer wurde seither nicht mehr ins DFB-Team berufen und verpasste unter anderem die WM im vergangenen Sommer, bei der Amiri hingegen dabei war und zu zwei Jokereinsätzen kam. Zuletzt stand er beim Klopp-Debüt, dem 1:1 in den Niederlanden Ende September, in der Startelf.
Füllkrug, Mitte August per Leihe von West Ham United nach Bremen zurückgekehrt, betreibt dieser Tage mächtig Eigenwerbung für ein Comeback in der Nationalmannschaft. In Mainz brachte er Werder mit zwei verwandelten Elfmetern (7. und 25. Minute) in Führung, es waren bereits seine Saisontore Nummer sieben und acht in der Bundesliga.
Neben dem Tete-a-Tete mit Amiri fiel Füllkrug derweil in Mainz noch ein weiteres Mal mit einem Wutausbruch auf. Bei seiner Auswechslung in der 81. Minute ging der 33-Jährige wild schimpfend und gestikulierend an Werders Ersatzbank entlang zu seinem Platz. Wie er nach Abpfiff betonte, regte er sich dabei allerdings nicht über seine Auswechslung an sich auf.
"Weil die Auswechslung ein bisschen gedauert hat", sei er sauer gewesen, so Füllkrug. "Ich hatte ein paar Minuten vorher schon angezeigt, dass ich raus muss. Wir brauchten alle elf Spieler bei 100 Prozent, damit wir das 3:2 über die Bühne bringen." Er hatte "das Gefühl, dass schon zwei oder drei Momente verpasst wurden, als der Ball im Aus war und ich nicht ausgewechselt wurde. Darüber habe ich mich ein bisschen geärgert." Lachend fügte er an, dass sein Ärger letztlich vollkommen unbegründet war, weil ein früherer Wechsel gar nicht möglich gewesen sei: "Ich glaube, der Ball war gar nicht im Aus. Also mein Fehler."