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„Wir sind ja nicht doof“: Klopp mit Füllkrug-Klartext

Die aktuell größte Problemposition der deutschen Nationalmannschaft befindet sich im Sturmzentrum. Die bisherigen Klopp-Kandidaten konnten nicht überzeugen, während andere aktuell treffen wie am Fließband. Doch der Bundetrainer beruhigt.

Bundestrainer Jürgen Klopp

Der erste Länderspielblock unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp lieferte einige Erkenntnisse über den Stand des deutschen Fußballs und die wichtigsten Probleme, die der große Hoffnungsträger angehen muss. Während Philipp Treu (25) vom SC Freiburg das große Fragezeichen auf der rechten Defensivseite auflösen konnte, scheint sich die größte Problemposition aktuell in der Sturmmitte zu befinden.

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Alle vier Kandidaten, die Klopp in seinem XXL-Aufgebot testete, konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht wirklich überzeugen. Echte Torgefahr strahlte während der vier Nations League-Duelle niemand aus, alle Tore wurden durch Mittelfeldspieler erzielt. Im Interview mit ‚DAZN‘ am Rande der Partie des FC Bayern München gegen den FC Arsenal (2:2) versicherte Klopp jedoch, dass er alles im Griff und vor allem weitere Kandidaten im Blick habe.

Denn zwei andere Angreifer zeigen sich aktuell äußerst treffsicher. Niclas Füllkrug (33/Werder Bremen) führt derzeit mit sechs Treffern in sechs Partien die Torschützenliste der Bundesliga an und Nicolò Tresoldi (22/FC Brügge) steht bereits bei neun Treffern in 13 Pflichtspielen, erzielte allein vier davon in der Champions League.

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„Wir gucken ja alle, wir sind ja nicht doof“, sagte Klopp und stellte klar: „Natürlich gucken wir in Brügge zu, natürlich gucken wir in Bremen zu. Es gibt ja überhaupt keine Themen, die es für uns nicht gibt.“ Dennoch müsse man vor allem bei Füllkrug realistisch sein, der Bundestrainer müsse auch perspektivisch denken.

„Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga gerade ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld. Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch. Langfristig müssen wir jetzt mal sehen“, so Klopp.

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Chancenlos sei Bremens Nummer zehn jedoch nicht: Lionel Messi habe mit 39 noch eine Weltmeisterschaft gespielt. Er sei aber erst einmal froh, dass Niclas wieder da ist und so spielt wie er spielt, stellte der Bundestrainer gegenüber dem Streamingdienst klar. Bei Tresoldi sei die Lage unverändert.

Klopp sei sich der Qualitäten des Youngsters, der sowohl für Italien als auch für die deutsche A-Nationalmannschaft auflaufen könnte, natürlich bewusst, könne aber momentan nicht viel machen. „Er ist ein toller Junge, der eine super Entwicklung genommen hat und noch ganz viel Entwicklungspotenzial hat, aber er muss das entscheiden, in dem Moment, in dem er es entscheiden kann. Dann ist es absolut fein“, so Klopp, der aber „ganz grundsätzlich“ klarstellt, dass man beim DFB „niemandem hinterherlaufen“ müsse.

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