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Deutschlands Nummer eins wird bald auch die Nummer eins der Welt sein. Dafür bekommt Alexander Zverev Lob von allen Seiten. Auch von einem, der ihn oft besiegt.
Alexander Zverev steht vor einem besonderen Meilenstein: Spätestens zum Jahresende wird der Hamburger Jannik Sinner an der Spitze der ATP-Weltrangliste ablösen. Anerkennung kommt nun von Daniil Medvedev, der in den vergangenen Jahren oft zu Zverevs unangenehmsten Gegnern gehörte. Im direkten Vergleich steht es 14:8 für den Russen, der den DTB-Star gleich doppelt fünfmal in Serie bezwang.
„Sascha Zverev hat absolut brillant gespielt, und er hat alles verdient, was er erreicht hat“, sagte Medvedev im Gespräch mit dem russischen Portal Championat. Das Lob fällt besonders auf, weil Medvedev den Deutschen in der Vergangenheit regelmäßig vor Probleme stellte: Von den letzten zehn Duellen gewann Zverev nur zwei. In diesem Jahr sind die beiden bislang noch nicht aufeinandergetroffen.
Zverevs Aufstieg an die Spitze ist das Ergebnis einer herausragenden Saison. Der 29-Jährige gewann bei den French Open den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere und legte bei den US Open den zweiten Major-Triumph nach. Dazu kamen das Endspiel in Wimbledon und das Halbfinale bei den Australian Open. Medvedev stellte deshalb vor allem die Konstanz des Deutschen heraus.
„Er ist die Nummer eins der Welt und unglaublich beständig“, sagte der Russe. Selbst in Shanghai, wo Zverev einen Durchhänger hatte, sei er bis in die Vorschlussrunde gekommen. „Er hat vielleicht nicht sein bestes Tennis gespielt, aber er hat es trotzdem bis ins Halbfinale geschafft“, urteilte Medvedev. Dort verlor Zverev gegen den späteren Turniersieger Alejandro Davidovich Fokina.
Medvedev machte zugleich deutlich, dass Zverevs Erfolge durch die Ausfälle seiner Rivalen nicht entwertet würden. Carlos Alcaraz fehlte bei den French Open verletzt, Jannik Sinner beendete nach Knieproblemen bei den US Open seine Saison. Für Medvedev ändert das nichts am Verdienst des Deutschen: „Genau darum geht es bei Stärke. Genau darum geht es bei Beständigkeit, und deshalb hat er es verdient.“ (rele)