Apex Scores Lite Apex Scores Lite flag
back Zurück
Europa League und Conference League: Leverkusen und Hoffenheim siegen
Den gibt's ja auch noch: Jonas Hofmann, Matchwinner für Bayer Leverkusen beim Sieg gegen OFI Kreta.
Den gibt's ja auch noch: Jonas Hofmann, Matchwinner für Bayer Leverkusen beim Sieg gegen OFI Kreta.Costas Metaxakis/AFP

Arbeitssieg auf der Urlaubsinsel: Routinier Jonas Hofmann hat seine Startelf-Chance genutzt und Bayer Leverkusen in der Europa League zum dritten Sieg im dritten Spiel geschossen. Die formstarke Werkself gewann auch dank eines Doppelpacks des 34-Jährigen am Donnerstag beim griechischen Pokalsieger OFI Kreta mit 2:0 (2:0) und feierte den sechsten Pflichtspielerfolg in Serie.

Ein Doppelschlag von Hofmann (35., 38.), der erst am Dienstag aufgrund des langfristigen Ausfalls von Martin Terrier für den Europacup nachgemeldet worden war, brachte die Rheinländer in Heraklion auf die Siegerstraße.

Nach den souveränen Erfolgen gegen NK Celje (2:0) und bei Lech Posen (4:0) wahrte die Werkself ihre weiße Weste und führt die Ligaphase der Europa League mit neun Punkten und 8:0 Toren an. Für Matchwinner Hofmann war es der erste Startelfeinsatz in dieser Saison. „Es tut natürlich gut“, sagte Hofmann angesprochen auf seine persönliche Situation am RTL-Mikrofon: „Mehr kann ich nicht machen. Ich wurde nachnominiert, bin mitgeflogen - und habe meinen Job gemacht.“

Im Pankritio-Stadion direkt am Mittelmeer war die TSG Hoffenheim Mitte September böse gestolpert (0:2), dementsprechend seriös ging der Tabellenvierte der Bundesliga die Partie an. „Wir sind mit Sicherheit gewarnt, dass das eine gute Mannschaft ist, die auch sehr guten Gegnern wehtun kann“, hatte Sportchef Simon Rolfes vor der Partie gesagt. Und das sollte sich in der Anfangsphase bestätigen.

Bayer suchte die Lücke im Abwehrbollwerk der Griechen, die auf Konter lauerten - und beim Abschluss von Thiago Nuss (11.) nur durch Janis Blaswichs starke Parade am 1:0 gehindert wurden. Das war ein Warnschuss für die Werkself, die dann stärker wurde und sich bei Abschlüssen von Hofmann (19., 30.), Patrik Schick (30.), Ezequiel Fernandez (31.) und Malik Tillman (33.) nicht belohnte. Dann schlug Hofmann per Abstauber und per sehenswertem Distanzschuss zu.

Ohne Ex-Kapitän Robert Andrich, der am Donnerstagmorgen zum dritten Mal Vater geworden war, verwaltete Bayer die Führung in der Folge clever. Hofmann verpasste einen Dreierpack (50.) und wurde in der 63. Minute ausgewechselt. Den Griechen fehlten die spielerischen Mittel, um Leverkusen noch einmal gefährlich zu werden.

Hoffenheims nächster Schritt aus der Krise

Andrej Kramaric hat die TSG Hoffenheim zum ersten Sieg in der Europa League geführt. Der 35 Jahre alte Kroate erzielte beim 3:0 (1:0) gegen Olympique Lyon mit seinem ersten Saisontor die Führung (45.+4 Minute) und bereitete die Treffer durch Adam Daghim (49.) und Adam Hlozek (83.) vor. Vor 21 029 Zuschauern in Sinsheim zeigten die Kraichgauer eine starke Leistung gegen den Tabellenführer der französischen Ligue 1. Die beiden ersten Spiele hatte die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer bei OFI Kreta (0:2) und gegen Besiktas Istanbul (2:3) verloren. Doch am dritten Spieltag der Ligaphase brachte der Bundesliga-14. Lyon die erste Niederlage bei.

Nach drei Unentschieden in den bisherigen drei internationalen Vergleichen mit Hoffenheim startete Lyon ohne den früheren Bayern-Profi Corentin Tolisso und den Ex-Mainzer Moussa Niakhaté. Das Duo saß zunächst nur auf der Bank.

Wie schon gegen Istanbul durfte der um seine Form kämpfende TSG-Rekordtorjäger Kramaric, der sich nach der WM einer Leisten-Operation hatte unterziehen müssen, von Anfang an ran. Die Startphase gehörte den Hoffenheimern: Innenverteidiger Robert Hranac köpfte nach einer verlängerten Ecke aufs Tor. Es hätte das 1:0 sein müssen, doch Schlussmann Dominik Graf lenkte den Ball gerade noch an die Latte (20.).

Lyons Steeve Kango stürzte dann unglücklich auf den Rücken, nachdem Tim Lemperle ihn unterlaufen hatte. Der Abwehrspieler musste fünf Minuten lang behandelt werden, ehe er vom Rasen getragen und zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Ein Konter hätte beinahe zum Rückstand der Kraichgauer geführt: Torwart Oliver Baumann rettete gegen Kail Boudache (37.). Mit ihren schnellen Gegenstößen blieben die Gäste gefährlich, doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte jubelte die TSG: Eine clevere Ablage von Lemperle köpfte Kramaric im zweiten Anlauf in hohem Bogen ins Tor.

Nach der Pause legten die Hoffenheimer gleich nach. Einen Ballverlust der Franzosen im Aufbau nutzte Kramaric zu einer Vorlage auf Daghim, der Däne schoss zum 2:0 ein. Kurz darauf wäre Hoffenheims Fanliebling mit einem Schuss von der 16-Meterlinie sogar beinahe das 3:0 gelungen. Kramaric bereitete schließlich auch das dritte Tor durch den eingewechselten Hlozek noch vor. Für das Ilzer-Team geht es am Sonntag in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen weiter.

Brunner leitet Freiburgs zweite Pleite in fünf Tagen ein

Bayern-Generalprobe missglückt: Der SC Freiburg hat auch wegen eines Treffers von Paris Brunner auf seiner Titelmission in der Conference League einen Dämpfer hinnehmen müssen. Das Team von Julian Schuster verlor bei der AS Monaco um den deutschen Shootingstar mit 0:3 (0:1) und konnte dabei in keiner Phase an die starke Form aus der Frühphase der Saison anknüpfen. Mit drei Zählern nach zwei Spieltagen geraten die Breisgauer auf dem Weg zum direkten Achtelfinal-Einzug nun unter Zugzwang.

Brunner (45.+2) reichte für sein Tor ein genialer Moment im Duell mit Max Rosenfelder, spät legten Lamine Camara (83.) und Ansu Fati (90.+2) vor den Augen von Fürst Albert nach. Wie schon bei der ersten Pflichtspiel-Niederlage bei Bayer Leverkusen (1:2) vor vier Tagen stotterte beim Sport-Club offensiv der Motor gewaltig, Chancen blieben Mangelware. Für das Spitzenspiel in der Bundesliga gegen die Bayern am Sonntag (17.30 Uhr/Dazn) muss eine gewaltige Steigerung her.

Im Fokus stand nach seiner Sperre in der Liga wegen Kopf-ab-Geste am Donnerstag Brunner, der nach schweren Jahren zuletzt bei den Monegassen so richtig durchgestartet war. In acht Pflichtspielen gelangen dem deutschen U21-Nationalspieler bereits sieben Treffer, dementsprechend ging Freiburg mit großem Respekt ins Spiel. Monaco zähle „zu den besten Mannschaften in diesem Wettbewerb“, hatte Schuster gewarnt.

Dies bewahrheitete sich von Beginn an. Der Fünfte der Ligue 1 schnürte die Breisgauer tief hinten ein, Mio Backhaus parierte früh per Fußabwehr gegen Mathys Detourbet (3.). Nach einer Viertelstunde musste dann auch schon Yannik Engelhardt verletzt raus, es lief wenig zusammen beim Sport-Club. Gerade nach vorne ging vor der Pause gar nichts, hinten rettete Backhaus gegen Mamadou Coulibaly (24.) und Brunner (27.) jeweils stark.

Sekunden vor der Halbzeit lupfte Brunner den Ball dann traumhaft über Rosenfelder und blieb nach schneller Drehung allein vor dem Tor eiskalt. Nach dem Rückstand wurde Freiburg in Durchgang zwei deutlich aktiver, Lukas Kübler scheiterte nach Ecke am Ex-Leverkusener Lukas Hradecky (47.). Ansonsten fehlte weitgehend die Durchschlagskraft, stattdessen blieb Monaco über Konter wie beim erneuten Abschluss von Brunner (58.) und dem Abstauber-Treffer von Camara gefährlich.