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"Nicht so ein Riesenthema im Kopf": Alexander Zverev ist vor der finalen Krönung entspannt

Alexander Zverev steht vor dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Ein Sieg am Donnerstag in Wien würde den historischen Erfolg perfekt machen.

Nervosität? Aufregung? Vorfreude? Nichts dergleichen. Alexander Zverev ruht vor seiner historischen Chance in Wien in sich. "Für mich ist es tatsächlich nicht so ein Riesenthema im Kopf", sagte der zweimalige Grand-Slam-Sieger zum anstehenden Sprung auf den Tennis-Thron, den er am Donnerstag erstmals schaffen kann: "Ich denke darüber momentan wirklich nicht nach, weil ich weiß, dass es passieren wird."

Nach seinem Auftakterfolg, bei dem er gegen den Spanier Martin Landaluce 3:05 Stunden hart schuften und beim 7:5, 3:6, 7:6 (13:11)-Erfolg vier Matchbälle abwehren musste, ist die Nummer-eins-Party nun endgültig vorbereitet - der Rote Teppich ist ausgerollt und der Champagner kaltgestellt.

Setzt sich der French-Open- und US-Open-Sieger auch gegen Tallon Griekspoor oder Brandon Nakashima durch und erreicht in der Mozartstadt das Viertelfinale, steht er am Montag als erster deutscher Profi seit Boris Becker 1991 ganz oben. Nach seinem großen Slam-Durchbruch in Paris und New York würde sich der 29-Jährige den nächsten sportlichen Traum in diesem Jahr erfüllen.

Dass Zverev Jannik Sinner ablösen würde, hatte sich spätestens nach dem vorzeitigen Saisonende der aktuellen Nummer eins der Welt aus Italien angekündigt. Er wird der 30. Spieler, dem dies seit Einführung des Rankings 1973 gelingt. Es geht einzig noch um den Zeitpunkt - der nun gekommen sein könnte.

Wien ist dabei für Zverev ein passender Ort. "Ich liebe Wien, ich liebe die Stadt und ich liebe es, hier zu spielen", sagte der Olympiasieger von Tokio und fügte in Richtung des Publikums an: "Ich hoffe, dass ich es schaffen kann. Ich brauche eure Unterstützung vor allem auch für diese Matches."

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Sollte alles glatt gehen, kann sich Zverev mit neuem Standing in den Schlussspurt seiner Supersaison stürzen. Ganz deutlich dürfte er sich dabei den Davis Cup markiert haben, der ebenfalls auf seiner Bucket List steht. "Ich hoffe, dass wir dort noch zwei Tage länger im Turnier sind als letztes Jahr", sagte er zum Finalevent in Bologna, das das Tennisjahr Ende November abrundet. Danach wartet auf Vielspieler Zverev endlich eine Auszeit. "Ich fahre in den Urlaub, ich fahre auf die Malediven, was für niemanden mehr eine Überraschung ist", sagte er.

Davor will er noch Geschichte schreiben.

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