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Essen - Beinahe hätte sich RB Leipzig frühzeitig aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit, bei der die Sachsen einen Gegentreffer kassierten, keine eigenen Chancen kreierten und kurz vor der Halbzeit auch noch ein Platzverweis für Nicolas Seiwald (25) dazu kam, wurde durch einen Doppelpack nach Wiederanpfiff von Christoph Baumgartner (27) am Ende doch noch alles gut für den Bundesligisten.
Ausgerechnet der Österreicher, der vor nicht einmal einer Woche sein Comeback nach monatelanger Verletzungspause gegen Real Madrid (1:4) feiern durfte.
Auch am Samstag gegen Elversberg (4:0) bekam "Baumi" ein paar Minuten. Alles dosiert, um nicht gleich wieder Gefahr zu laufen, dass alte Wunden aufreißen. Doch gegen Essen musste er auf die Zähne beißen.
"Das waren jetzt 30 Minuten, da waren wir heute schon sehr am Limit von dem, was erlaubt ist vom Onkel Doktor. Wenn es in die Verlängerung gegangen wäre, wäre es lustig geworden. Aber zum Glück hat es jetzt so geklappt. Ich muss mich jetzt einfach rankämpfen. Ich freue mich aber, dass ich schon einen Impact haben kann auf das Spiel", so der 27-Jährige nach Abpfiff bei "Sky".
Zuvor hatten die Einwechselspieler Antonio Nusa (21) und Brajan Gruda (22) schon für deutlich mehr Tempo gesorgt. RB war in Unterzahl besser, als mit voller Kapelle im ersten Durchgang.
RWE ging nach einer fast perfekten Halbzeit letztendlich die Kräfte aus. "Ehrlicherweise, wenn du so dicht dran bist, tut das ein bisschen weh", so Coach Uwe Koschinat (55).
Für Leipzig, das auswärts in dieser Spielzeit einfach teils vogelwild agiert und nicht im Ansatz das auf den Rasen bringt, was ungeschlagen in der Red Bull Arena aktuell so gut funktioniert, muss die ersten 45 Minuten definitiv aufarbeiten, bevor es am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der Liga beim FC Schalke 04 weitergeht.
Bis dahin möchte man bei den Rasenballern aber auch das Positive aus der Partie beim Drittligisten mitnehmen.