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Der FC Bayern hat mit dem Auswärtssieg bei Atlético Madrid eine echte Kampfansage in Richtung Champions-League-Titel gemacht. Trotz der zahlreichen Ausfälle in der Offensive und der nicht hundertprozentigen Fitness von Michael Olise dominierten die Bayern in Madrid klar.
Dies lag zum einen an der starken Mannschaftsleistung, zum anderen aber auch an einem Mann ganz persönlich: Dayot Upamecano!
Der französische Nationalspieler hat mit einer Gala-Performance einmal mehr bewiesen, dass er derzeit der beste Innenverteidiger der Welt ist. Upamecano hat die Kunst des nach vorne Verteidigens perfektioniert und Atlético regelrecht aufgefressen.
Egal ob Sörloth, Alvarez oder ein anderer Offensivspieler: Wer auch immer an den Ball gelangte, hatte Upamecano schon im Nacken - und sah in den Duellen meist aus wie ein Schuljunge.
Upamecano steht die Freude am Verteidigen und am Bälleerobern praktisch ins Gesicht geschrieben. Jede Faser in seinem Körper ist heiß darauf, Zweikämpfe gewinnen. Der 28-Jährige strahlt eine unverwechselbare Gier aus.
Mit seiner Art, zu verteidigen, ist Upamecano fast schon ein Unikat. Der Abwehr-Star nutzt seine Physis, um praktisch überall zu sein. Muss er in der Kette verweilen, bildet er den Fels in der Brandung, sobald jedoch die Chance da ist, einen Ball vorzeitig zu gewinnen, prescht er nach vorne und stellt seinen Gegenspieler.
Upamecano fungiert praktisch gleichermaßen als Innenverteidiger und Spielzerstörer auf der Sechs. Wann gab es schon mal einen Innenverteidiger, der so große Räume abdecken konnte? Hinzu kommt, dass er sich im Spiel am Ball nochmal gesteigert hat, Pressing-Situationen perfekt löst, als Antreiber in Lucio-Manier mit nach vorne stößt und plötzlich auch noch torgefährlich ist.
Mit seiner unnachahmlichen Art ist Upamecano beim FC Bayern überhaupt nicht wegzudenken. Der offensive und aggressive Spielstil funktioniert nur, weil Upamecano einen Abwehr-Radius ausfüllt, der seinesgleichen sucht. Zwar sind Harry Kane und Michael Olise auf dem Papier die Topstars beim FC Bayern, jedoch steht ihnen Upamecano in Sachen Wichtigkeit in nichts nach.
Gerade im weiteren Verlauf der Champions League dürfte der Innenverteidiger der wichtigste Mann beim FC Bayern sein. Der offensive Spielstil sorgt dafür, dass Kane, Olise und Co. in der Offensive immer gut für Tore sind. Ausbaden müssen das in den Top-Spielen häufiger die Verteidiger, die aufgrund der Gegentor-Anzahl, wie im Vorjahr gegen Paris, zumindest auf dem Papier nicht ganz so gut aussehen.
Entscheidend für Bayerns Champions-League-Ambitionen ist es, dass bei all der Offensiv-Kraft, die man nicht einschränken darf, die Abwehr so gut wie möglich funktioniert. Hier deutet alles darauf hin, dass der im Vorjahr schon starke Upamecano noch die entscheidenden Prozentpunkte draufpacken kann.
Ist das der Fall, ist der FC Bayern neben PSG die heißeste Aktie auf den Champions-League-Titel.