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Heung-min Son: Weltkarriere startete mit HSV-Pokal-Debakel in Frankfurt

Heute vor 16 Jahren

Heung-min Son am Ball (Archivbild): Am 27. Oktober 2010 feierte der Stürmer im DFB-Pokalspiel des HSV bei Eintracht Frankfurt sein Profidebüt.
Heung-min Son am Ball (Archivbild): Am 27. Oktober 2010 feierte der Stürmer im DFB-Pokalspiel des HSV bei Eintracht Frankfurt sein Profidebüt. (Quelle: IMAGO / MIS)

Der HSV empfängt Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal. Vor genau 16 Jahren begann mit diesem Spiel leise der Aufstieg eines späteren Weltstars.

Am Dienstagabend kämpft der HSV gegen Eintracht Frankfurt um den Einzug ins Pokal-Achtelfinale. Auf den Tag genau vor 16 Jahren standen sich die Vereine schon einmal in der zweiten Runde gegenüber. Damals verloren die Hamburger 2:5 – doch für einen jungen Angreifer begann an diesem Abend eine Weltkarriere.

Heung-min Son war gerade 18 Jahre alt, als Trainer Armin Veh ihn am 27. Oktober 2010 in Frankfurt zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz bei den Profis schickte. In der 63. Minute kam der Südkoreaner für Marcell Jansen aufs Feld. Zu diesem Zeitpunkt lag der HSV bereits 1:3 zurück. Retten konnte er seine Mannschaft nicht mehr.

Mit 16 kam Son nach Hamburg

Dabei hatte Son schon vor seinem Pflichtspieldebüt gezeigt, was in ihm steckte. Der Südkoreaner war 2008 als 16-Jähriger nach Hamburg gekommen. Möglich machte das eine Kooperation zwischen dem HSV und dem südkoreanischen Fußballverband. Während seine beiden mitgereisten Landsleute bald zurückkehrten, blieb Son in Hamburg.

Die HSV-Profis feiern mit Heung-min Son (2.v.l., Archivbild): Der Südkoreaner schaffte 2010 in Hamburg seinen Durchbruch.
Die HSV-Profis feiern mit Heung-min Son (2.v.l., Archivbild): Der Südkoreaner schaffte 2010 in Hamburg seinen Durchbruch. (Quelle: IMAGO / MIS)

Im Sommer 2010 traf der Teenager in der Vorbereitung häufiger als die etablierten Angreifer Ruud van Nistelrooy und Mladen Petric. Am 4. August schoss er den HSV in einem Testspiel gegen Chelsea zum 2:1-Sieg. Doch im selben Spiel zog er sich einen Mittelfußbruch zu. Statt zum Saisonstart anzugreifen, musste Son pausieren.

"Vorher kannten mich die meisten Leute nicht", erinnerte sich Son 2015 auf der Tottenham-Webseite an das Chelsea-Spiel. Danach hätten Fans und koreanische Zeitungen über ihn gesprochen. Bis zu seinem Pflichtspieldebüt in Frankfurt vergingen allerdings noch fast drei Monate.

Drei Tage später gelang ihm sein erstes Bundesligator

Nach dem Pokal-Aus musste Son auf seine nächste Chance nicht lange warten. Am 30. Oktober 2010 stand er beim 1. FC Köln erstmals in der Bundesliga auf dem Platz – und gleich in der Startelf. Nur 24 Minuten benötigte er für seinen ersten Treffer.

Son lief einem langen Ball hinterher, lupfte ihn über den herausgeeilten Torwart Miro Varvodic und schob zur 2:1-Führung ein. Zwar verlor Hamburg auch diese Partie mit 2:3. Doch der junge Angreifer hatte angedeutet, dass er sich auch in der Bundesliga durchsetzen konnte. In seiner ersten Saison gelangen ihm drei Ligatore.

Vom HSV-Talent zum Torschützenkönig

Seine beste Hamburger Spielzeit folgte 2012/13: Son erzielte zwölf Bundesligatore, darunter jeweils zwei beim 3:2-Heimsieg und beim 4:1-Auswärtserfolg gegen Borussia Dortmund. Insgesamt kam er für den HSV auf 20 Treffer in 73 Bundesligaspielen. 2013 wechselte er nach Leverkusen, zwei Jahre später zu Tottenham Hotspur.