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Als Spieler des Spiels durfte sich Konrad Laimer feiern lassen. Für Gesprächsstoff sorgte 1:0-Torschütze Lennart Karl und Manuel Neuer setzte nach seiner Rückkehr ins Tor des FC Bayern München seine Rekordjagd in der Fußball-Champions League unaufhaltsam fort. Im Mittelpunkt stand Dayot Upamecano nach dem 2:0-Sieg der Münchner bei Atletico Madrid nicht. Dabei war er „weltklasse“, wie auch Sportdirektor Max Eberl am Dienstagabend feststellte.
Der 28-jährige Franzose spielte praktisch fehlerfrei. Während sein Partner in der Innenverteidigung, Jonathan Tah, ein paar Mal unsicher wirkte, fraß Upamecano die Gegenspieler um den großgewachsenen Alexander Sörloth oder Julian Alvarez sprichwörtlich auf und sorgte mit seiner enorm starken Zweikampfführung dafür, dass die Madrilenen im Spielverlauf gar nicht auf die Idee kamen an einen Sieg gegen diese Münchner Mannschaft zu glauben. Upamecano überzeugte nicht nur defensiv, sondern schaltete sich mehrfach gefährlich ins Angriffsspiel mit ein. Vor der erste Chance der Gäste durch Karl eroberte er bärenstark den Ball in der ersten Halbzeit. Im zweiten Abschnitt verhinderte nur die Latte sein 2:0 und ein strittiger Schiedsrichterpfiff das mögliche dritte Münchner Tor kurz vor Schluss.
Am Tag danach wurde der FC Bayern von Spaniens Presse als „die mit Abstand beste Mannschaft“ bezeichnet, „die in diesem Jahr im Metropolitano zu Gast war“. Die Treffer von Lennart Karl (54. Minute) und Konrad Laimer (74.) waren Ausdruck dieser bayerischen Dominanz in Spaniens Hauptstadt – und dem Ort, an dem am 5. Juni 2027 das nächste Finale der UEFA-Champions League stattfindet.
Er spielt seit Wochen auf weltklasse Niveau.
Für dieses Endspiel wollen die Münchner Fußball-Profis ins Stadion von Atletico Madrid zurückkehren und das Team um Kapitän Joshua Kimmich lieferte am Dienstagabend viele Argumente, dass das klappen könnte. Allen voran Upamecano, der in dieser Saison bislang 59 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen hat und 92 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler bringt. „Er spielt seit Wochen auf weltklasse Niveau, er war aber auch schon letzte Saison und bei der WM unfassbar gut“, sagte der Münchner Sportdirektor Max Eberl nach dem hochgelobten Auftritt im Metrpolitano. „Gottseidank haben wir mit ihm verlängert“, meinte Eberl über den bis 2030 verlängerten Vertrag des Innenverteidigers (Marktwert 75 Millionen Euro), der in der laufenden Saison wettbewerbsübergreifend auch bereits drei Tore erzielt hat.
Nach zuletzt zwei enttäuschenden Unentschieden haben die Bayern mit nunmehr acht Punkten in der Ligaphase der Königsklasse den Anschluss wiedergefunden. Noch vor Weihnachten kann der deutsche Rekordmeister beim OSC Lille (25. November) und gegen Slavia Prag (8. Dezember) nachlegen. In der Bundesliga geht es für den Tabellenführer am Samstag aber erst einmal nach Mainz.
mid/sid