Zurück
Beim Istanbul-Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce ist es nach Abpfiff zu äußerst unschönen Szenen gekommen.
Noch auf dem Rasen kam es dabei zu heftigen Auseinandersetzung zwischen Spielern der jeweiligen Mannschaften. Zunächst eskalierte die Situation zwischen Fenerbahces Kerem Aktürkoglu und dem ehemaligen Bundesligaspieler Roland Sallai (Galatasaray), die sich ein Handgemenge lieferten.
Wenig später gerieten dann auch Gala-Kapitän Abdülkerim Bardakci und Gegenspieler Archie Brown aneinander. Der Abwehrspieler von Fenerbahce riss den Türken dabei zu Boden, wobei sogar Sicherheitskräfte anrücken mussten, um die Situation zu deeskalieren. Immer mehr Personen schlossen sich der Massenschlägerei an, nur mit Mühe konnten die beiden Lager voneinander getrennt werden.
Während Aktürkoglu und Sallai für ihre Aktionen noch mit Gelb davonkamen, griff Schiedsrichter Atilla Karaoglan bei den beiden Streithähnen Bardakci und Brown hart durch und zeigte ihnen noch nach dem Abpfiff die Rote Karte.
"Ihr Kapitän hat Matteo Guendouzi an den Haaren gezogen. Ich habe das gesehen und ihn verteidigt. Sie haben auch gekratzt", erklärte Brown später in den Katakomben seinen Ausraster gegenüber den anwesenden Journalisten, denen er eine solche Kratzwunde auch direkt präsentierte.
Gala-Kapitän Bardakci meinte wiederum, dass die Aggression zunächst von Brown ausging und er sich lediglich verteidigt habe. "Wenn Sie sich das Video ansehen, werden Sie sehen, wer zuerst angegriffen hat."
Zuvor war das Istanbul-Derby über die 90-minütige Spielzeit abgesehen von einer kleinen Rudelbildung nach gerade einmal zwölf Sekunden weitestgehend friedlich verlaufen. "Nur" neun Gelbe Karten (inklusive der Verwarnungen nach Spielende) zeigte Schiedsrichter Karaoglan den Akteuren beider Mannschaften.
Sportlich hatte Galatasaray das bessere Ende für sich. Nach einem Doppelpack von Starstürmer Victor Osimhen in der ersten Halbzeit (29. und 44. Minute) kam Fenerbahce durch einen Fallrückzieher von Irfan Kahveci (62.) nur noch zum Anschlusstreffer. Ex-Bayern-Star Leroy Sane stand ebenso wie Ilkay Gündogan nicht in der Startelf, der Offensivspieler wurde in der 80. Minute immerhin noch eingewechselt.