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So richtig gelegt hat sich der Ärger des Bundesligisten FC Schalke 04 über die Anstoßzeiten bei vielen Auswärtsspielen bisher nicht, dabei geht es auch um die Partie bei der TSG Hoffenheim, die am Sonntag, 8. November, um 19.30 Uhr beginnt. Die Bahnverbindung zum Stadion, das in Sinsheim liegt, ist kompliziert und nicht komfortabel. Mit dem Auto dauert eine Fahrt rund drei Stunden, ohne Stau.
Dennoch werden 10.000 bis 15.000 Fans die Schalker begleiten, das zeichnete sich bis Mittwochvormittag ab – trotz des Termins und happiger Ticketpreise. Am Dienstag um 14 Uhr hatte die TSG ihren freien Online-Verkauf für das Schalke-Heimspiel freigeschaltet. Erhältlich sind nur noch Tickets für die Heim-Fankurve sowie wenige Blocks auf der Gegengerade. Warum die Schalker so kauffreudig sind? Ein Auswärtsspiel in der Bundesliga, für das Tickets fernab von Punktesystem und Auswärtskontingent auf dem freien Markt erhältlich sind: Das kommt selten vor.
Die Preise sind aber happig: Für einen Tribünenplatz werden bis zu 90 Euro fällig, teilweise nicht einmal auf Höhe der Mittellinie. Für einen Platz in der hintersten Ecke im Knick unter dem Dach werden 52 Euro fällig. Der übernächste Heimgegner der TSG ist der FC Augsburg. Das 90-Euro-Ticket kostet dann 30 Euro und das 52-Euro-Ticket 15 Euro. Noch krasser wird es, wenn Mitaufsteiger SV Elversberg im Januar nach Sinsheim kommt. Denn dann kommt man schon für 15 Euro auf den Sitzplatz. Die ebenfalls reisefreudigen Fans des Hamburger SV machten am vergangenen Heimspieltag der TSG Hoffenheim diese Preiskalkulation übrigens nicht mit. Knapp 5.000 Plätze blieben beim 3:2-Sieg des HSV frei.
In der bisher letzten Bundesligasaison der Königsblauen erlebten die damals abstiegsbedrohten Schalker am 9. April 2023 ein legendäres Auswärtsspiel in Sinsheim. 15.000 Anhänger reisten mit. Die Mannschaft kam mit dem Support aber nicht so gut zurecht und verlor verdient mit 0:2.