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Rekord-Weltmeister schließt nach 20 Jahren letzte Titel-Lücke

Der Bob-Rekord-Weltmeister Francesco Friedrich hat sich zum Saisonbeginn den noch fehlenden Titel in seiner Sammlung gesichert. Im Vierer verliert er jedoch.

Winterberg – Die Freude war Francesco Friedrich sichtlich anzumerken. Zum ersten Mal in seiner langen Karriere hat sich der Bob-Dominator den deutschen Meistertitel gesichert. Bei den Titelkämpfen in Winterberg sicherte er sich mit Anschieber Georg Fleischhauer die noch fehlende Goldmedaille in seiner ansonsten prall gefüllten Trophäensammlung.

Francesco Friedrich jubelt über seinen Sieg.
Bob-Dominator Francesco Friedrich hat nun auch den DM-Titel geholt. © picture alliance/dpa | Robert Michael

„Ich musste 20 Jahre Bob fahren, um in der 21. Saison das erste Mal Deutscher Meister zu werden“, erklärte der 36-Jährige nach dem Rennen. Der Rekord-Weltmeister, der sein Karriereende nochmal um vier Jahre verschoben hat, kämpfte sich nach einem knappen Rückstand im ersten Durchgang zurück und siegte vor Adam Armour. „Wir sind super zufrieden“, schrieb er in seiner Instagram-Story.

Friedrich verpasst DM-Titel im Vierer

Nicht ganz so erfolgreich verlief es im Viererbob. Dort musste Friedrich seinem Landsmann Max Illmann den Vortritt lassen und wurde nur Zweiter. „Wir haben sehr lange darauf hingearbeitet, dass wir hier endlich mal zwei gute Läufe hinbekommen. Sie waren nicht perfekt, aber mit dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein und wir haben ein paar gute Punkte eingefahren“, schwärmte der Sieger.

Für Friedrich war es die erste Teilnahme an der deutschen Meisterschaft seit 2015, damals wurde er Zweiter im kleinen und Vierter im großen Schlitten. Dass er nun wieder an den Start gehen musste, hängt mit der Selektion des Trainerteams zusammen. Nach dem Rücktritt des langjährigen Rivalen, Johannes Lochner, setzte Bundestrainer Rene Spies auf eine komplette offene Selektion, um aus allen Teams die Bestleistung herauszukitzeln.

Den Auftakt machte der Wettbewerb in Winterberg, am kommenden Wochenende findet in Altenberg der zweite Teil statt. „Dadurch, dass wir bei der Selektion mitfahren, ist es ein bisschen anstrengender als sonst. Sonst ist es so, wir fahren hoch, wir fahren runter, wir testen Material, wir schrauben um. Wir müssen uns nicht darauf konzentrieren, dass auch die athletische Form stimmt – und bei einer Selektion ist das nun komplett anders“, schilderte Friedrich die ungewohnte Situation für ihn.

Gleichzeitig kann sich der 18-fache Weltmeister damit ideal auf den Ende November beginnenden Weltcup vorbereiten, gefahren wird dann erneut in Altenberg. „Das ist jetzt wie ein normales Rennen – wie fährt man, was testet man, macht man noch etwas Verrücktes oder nicht. Und bei einer Selektion muss man alles timen, als wäre es ein richtiges Rennen“, so Friedrich. Das führte letztlich dazu, dass er sich endlich den noch fehlenden DM-Titel sichern konnte. (smu)

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