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Doppelschlag in acht Sekunden: Ohne Top-Scorer: Haie besiegen bösen Freitagsfluch
Daniel Fischbuch kniet mit einem Knie auf dem Aus und freut sich.
Copyright: IMAGO/Revierfoto Daniel Fischbuch traf auch beim Spiel bei den Straubing Tigers (hier jubelt er gegen Schwenningen).

Sie können es also doch! Die Kölner Haie haben am Freitagabend (23. Oktober) mit 5:3 bei den Straubing Tigers gewonnen – und damit einen bösen Fluch besiegt.

Jeweils fünfmal spielte der KEC an den ersten zehn DEL-Spieltagen freitags und sonntags. An den Sonntagen holte das Team von Trainer Thomas Berglund starke 14 von 15 Punkten, an den Freitagen dagegen nur ein mickriges Zählerchen (von ebenfalls 15 möglichen).

Kölner Haie besiegen Freitagsfluch

Diese Horror-Statistik ist nach dem Sieg am Pulverturm aber erst einmal Geschichte. Zum ersten Mal in der laufenden Saison jubelten die Haie an einem Freitagabend über drei Punkte.

Eine bittere Nachricht gab es für den KEC dagegen schon vor der Partie: Top-Scorer Marcel Noebels fehlte krank. Genauso wie Kevin Niedenz und Gregor MacLeod. Felix Brückmann und Ryan MacInnis sind weiterhin verletzt. Außerdem war Luca Münzenberger in Straubing nicht dabei. Vor allem, dass das Duo Noebels/MacLeod aktuell fehlt, tut richtig weh. Gemeinsam sammelten sie bisher insgesamt 23 Scorerpunkte.

Zu Beginn der Partie am Pulverturm kamen beide Teams in den ersten Minuten zu ersten Möglichkeiten. Die Haie eröffneten das Spiel dann mit einem Sekunden-Doppelschlag!

Nach einem gewonnenen Bully im eigenen Drittel ging es für den KEC ganz schnell nach vorne. Maxi Kammerer bediente Daniel Fischbuch mit einem Traumpass, der Neuzugang traf zum 1:0 (6. Minute). „Was für ein Pass“, sagte Fischbuch beim Jubel gut sichtbar zu Kammerer. Nur acht Sekunden später gab es Bully im Drittel der Mannheimer. Louis-Marc Aubry zog völlig überraschend vom Punkt aus ab und ließ die Kölner über das schnelle 2:0 jubeln (6.).

In der 11. Minute hatte Fischbuch die Mega-Chance, auf 3:0 zu stellen. Nach einem haarsträubenden Puckverlust der Hausherren vor dem eigenen Tor stand Fischbuch plötzlich völlig alleine vor Tigers-Goalie Jakub Skarek, scheiterte aber am Tschechen. Die erste Unterzahl der Partie überstand der KEC kurz vor der ersten Pausensirene schadlos. Brady Austin klärte einmal in höchster Not auf der Linie.

Zu Beginn des Mitteldrittels gab es einen bösen Check gegen den Kopf von Fischbuch, Daschner hatte aber Glück, dass es auch nach Videoüberprüfung bei einer normalen Strafe blieb. Das erste Powerplay nutzten die Haie eiskalt, Frederik Storm traf zum 3:0 (25.).

Wenig später haben die Gäste aus der Domstadt dann Glück: Kersten erzielte das vermeintliche 1:3 für Straubing, die Schiedsrichter entschieden nach Ansicht der Bilder aber auf kein Tor, weil Juvonen im Torraum behindert wurde (26.). Im zweiten Powerplay blieben die Kölner dann ohne Tor.

Kölner Haie mussten nochmal zittern

Kurz nach Beginn des Schlussdrittels rettete Juvonen erst stark gegen Madden und hatte dann Glück, dass Loibl das leere Tor nicht traf (43.). Wenige Sekunden später reagierte der Finne erneut blitzschnell zweimal.

In der 46. Minute war es dann aber soweit: In Überzahl traf Stefan Loibl zum 1:3 aus Gästesicht. Da konnte dann auch Juvonen nichts mehr machen. Lange dauerte es aber nicht, bis sich die Haie die alte Drei-Tore-Führung zurückholten. Das kurze Chaos vor dem Tigers-Tor nutzte Aubry für seinen Treffer zum 4:1 (48.). Beaudin traf rund sechs Minuten vor dem Ende zum 2:4 (54.), es wurde also nochmal spannend.

Kurz vor Schluss mussten die Haie dann noch eine Unterzahl überstehen, Straubing zog den Goalie und hatte somit zwei Feldspieler mehr auf dem Eis. 1:16 Minute vor dem Ende erzielte Green den 3:4-Anschlusstreffer. 12,1 Sekunden vor der Schlusssirene traf Tyrväinen dann ins leere Tor zum 5:3-Endstand für Köln.

Weiter geht es für die Kölner Haie erst wieder am Dienstag (27. Oktober), ab 19.30 Uhr sind die Adler Mannheim in der Lanxess-Arena zu Gast.

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