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Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart verteidigt Kölns Coach René Wagner. Er verweist auf den Umbruch beim Klub und auf Ausfälle.
Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart hat sich im "Kölner Stadt-Anzeiger" hinter den aktuellen Köln-Coach René Wagner gestellt. Die Rufe nach einer Ablösung nach dem 0:0 gegen Schalke seien für ihn nicht nachvollziehbar. Baumgart verwies dabei auf den Umbruch beim Klub und auf Ausfälle.
Im Kölner Stadion waren beim Schalke-Spiel lautstarke "Wagner raus"-Rufe zu hören. Baumgart sagte dazu: "Ich habe kein Verständnis für die Rufe. Vor allem dann nicht, wenn es so schnell in diese Richtung geht." Kritik richte sich aus seiner Sicht teils am Trainer vorbei; es wirke, als wollten manche vor allem Frust abladen.
Zugleich kritisierte Baumgart die Debattenkultur im Netz. Er höre sich nicht die Meinungen von Leuten an, "die sich in irgendeinen Keller setzen, Kopfhörer aufsetzen, sich vor ein Video stellen und dann irgendeinen Scheiß erzählen". Auf die Frage nach Grenzen sagte er: "Sie ist schon lange überschritten. Wir haben doch gar keine Grenzen mehr."
Baumgart betonte außerdem, seine emotionale Bindung an den 1. FC Köln sei ungebrochen. Köln sei für ihn das Highlight seiner bisherigen Trainerkarriere gewesen.
Einen neuen Trainerposten hat Baumgart nach seiner Zeit bei Union Berlin, wo er am 11. April entlassen wurde, nach eigenen Angaben noch nicht. Er wolle abwarten, was komme. Am Dienstag treffen der FC und Union ab 20.45 Uhr in der zweiten DFB-Pokalrunde aufeinander, am Sonntag folgt das Bundesliga-Duell in Berlin; Baumgart will beide Spiele verfolgen.