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Schon vor dem Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern München und dem FC Arsenal am Mittwochabend (21. Oktober) sorgte die Aufstellung von Vincent Kompany für eine Überraschung.
Luis Diaz, der beim 6:1-Erfolg gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende noch drei Treffer erzielt hatte, saß zunächst nur auf der Ersatzbank. Und das, obwohl mit Michael Olise bereits sein Flügelpartner gesperrt fehlte.
Kompany lieferte vor dem Anpfiff bei DAZN die Erklärung: Diaz war angeschlagen aus der Bundesliga-Partie gegen Leipzig gekommen und hatte auch in der Vorbereitung auf das Arsenal-Spiel nicht vollständig trainieren können: „Wir haben eigentlich Glück gehabt, dass er heute dabei ist. Er hat nicht 100 Prozent trainiert.“
Der Kolumbianer wollte gegen Arsenal dennoch unbedingt zum Einsatz kommen. In der 68. Minute war es schließlich so weit: Diaz wurde für Ismael Saibari eingewechselt. Doch sein Einsatz dauerte nur rund 20 Minuten. Der Offensivspieler fasste sich zunächst ans Bein und bewegte sich zunehmend unrund über den Platz. Schließlich setzte er sich auf den Rasen und signalisierte, dass es für ihn nicht weiterging.
An der Seitenlinie reagierte Kompany sichtlich aufgebracht. In der 90. Minute musste Diaz den Platz wieder verlassen, für ihn kam Bara Sapoko Ndiaye in die Partie. Nach dem Abpfiff äußerte sich der Bayern-Trainer bei DAZN zum Zustand seines Flügelspielers: „Die Kommunikation war noch nicht so lang, aber ich hoffe nicht, ich glaube nicht, dass es schlimm ist. Aber natürlich, wenn es das zweite Mal passiert, dann macht man sich immer ein bisschen Sorgen.“
Auch DAZN-Experte Michael Ballack wurde von Moderator Daniel Herzog auf die Auswechslung angesprochen: „Ich halte mich mit Ferndiagnosen zurück. Es scheint nicht so schlimm zu sein, dass er irgendwie vom Platz getragen werden musste. Er konnte ja auch spielen – nicht von Anfang an, weil er sich wahrscheinlich nicht zu 100 Prozent gefühlt hat.“
Er machte aber auch deutlich: „Sobald du auf dem Platz bist, musst du aber ja trotzdem 100 Prozent gehen. Also da wird man sicherlich das Risiko abgewogen haben. Dass er jetzt wieder etwas gespürt hat, das kann passieren, und hoffen wir mal, dass sie das wieder hinbekommen und stabilisieren.“ Ob Diaz dem deutschen Rekordmeister nun fehlen wird, blieb zunächst offen.