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PDC-Europe-Chef Werner von Moltke gibt Luke Littler eine Mitschuld an den immer häufiger werdenden Buhrufen gegen den Darts-Superstar. Obwohl er noch jung ist, müsse er das erwarten und aushalten können.
Für den Chef der PDC Europe trägt Darts-Weltmeister Luke Littler eine Mitschuld an den Buhrufen, die das Wunderkind seit einiger Zeit zu hören bekommt.
"Die Menschen reagieren immer so, wenn jemand erfolgreich ist, extrem viel Geld verdient und dann so empfindlich ist", sagte Geschäftsführer Werner von Moltke dem "SID" vor dem Start der EM in Dortmund am Donnerstag.
"Ob es gerechtfertigt ist oder nicht, spielt keine Rolle. Er könnte das besser händeln."
Littler war zuletzt immer häufiger ausgebuht worden, vor allem in Deutschland und den Niederlanden. Der 19-Jährige kündigte einen Boykott von Turnieren an, auf die Teilnahme in Maastricht am vergangenen Wochenende verzichtete er deshalb.
Als Dominator ist Littler zur Zielscheibe geworden, viele Fans wollen ihn gerne verlieren sehen. Der Engländer trug durch mehrere arrogante Provokationen zu der Missstimmung bei.
"Wenn du in so jungen Jahren in so eine Branche kommst, dann reagiert man auch manchmal falsch", sagte von Moltke. Der Boss der PDC Europe setzt bei Littler auf den Zeitfaktor. "In einem gewissen Alter kehrt da eine gewisse Ruhe ein, damit man nicht nach jedem Buhruf eine Boykottaktion ausruft. Es wird ihm auf Dauer mehr schaden, als dass es ihm einen Gefallen tut", sagte von Moltke.
Littlers Verhalten hat laut von Moltke einen Anteil daran. "Wenn jemand Multimillionär ist oder ein privilegiertes Leben führt und sich dann recht empfindlich zeigt, ist das nie hilfreich", sagte er: "Da erwartet man, dass die ein bisschen was aushalten können."